Leserdiskussion: Ärger über Ungerechtigkeit. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache diskutierte mit den NÖN-Lesern.

Von Magdalena Binder. Erstellt am 19. September 2017 (02:00)

Mit teils sehr emotionalen und persönlichen Anliegen kamen die insgesamt sieben NÖN-Leser zur Diskussionsrunde mit Heinz-Christian Strache.

Gleich zu Beginn wurde über das Thema Mauer-Bau beim Kanzleramt diskutiert. „Sich selbst wollen sie schützen, aber die Bürger nicht“, lautete der allgemeine Tenor aus der Runde. Strache dazu: „Das ist eine Verhöhnung der Bürger. Unfassbar, dass jetzt alle sagen, sie haben von nichts gewusst.“

Auf die Frage von Franz Haring aus Mannswörth, was man gegen die zunehmende Überfremdung tun kann, wies der Parteichef darauf hin, dass die Freiheitlichen schon jahrzehntelang Lösungen vorgeschlagen hätten, um das Problem in den Griff zu bekommen.

„In vielen Bereichen ist es jetzt zu spät. In den öffentlichen Schulen in Wien sind die Hälfte der Volksschulkinder muslimisch“, so Strache. Seine Schritte seien ein Zuwanderungsstopp von außerhalb Europas nach Österreich, Grenzkontrollen, die Aufstockung der Exekutive und das Verlangen von deutschen Glaubensgrundlagen, um bewerten zu können, ob diese mit der österreichischen Verfassung übereinstimmten.

Michael Riedl aus Absdorf äußerte Kritik, dass man sich als normaler Arbeiter das Leben nicht mehr leisten könne. Dazu sprach sich der FPÖ-Chef für die Anhebung der Steuerfreigrenze von 12.000 Euro im Jahr auf mindestens 15.000 Euro aus. Darüber hinaus müsse die Einkommensteuer verflacht und die Lohnnebenkosten gesenkt werden.

"Arbeit muss sich wieder lohnen"

Auf der anderen Seite müsse man auch den Unternehmer entlasten, indem beispielsweise die KÖSt (Körperschaftssteuer) halbiert wird. Und es dürfe in einer freien Gesellschaft keine Zwangsmitgliedschaft geben, so Strache. „Arbeit muss sich wieder lohnen. Und Mindestsicherung sollen die bekommen, die gearbeitet haben.“ So würde sich auch die Wirtschaftszuwanderung aufhören.

Konkret auf die Frage zu den stetig steigenden GIS-Gebühren, seien die Freiheitlichen die Einzigen neben den NEOS, die die Zwangsgebühren abschaffen wollen, so Strache. Sie seien für ein Gebührensystem auf freiwilliger Basis und für eine neue Aussetzung des ORF-Gesetzes.