SPÖ baut die Gratis-Nachhilfe weiter aus. Unterstützung soll in 20 Gemeinden geboten werden. Ziel bleibt flächendeckendes Angebot.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 18. Februar 2020 (01:52)
Symbolbild
APA (dpa)

Die Landes-SPÖ macht sich für Gratis-Nachhilfe stark. Ein Modell, das dafür als Vorbild dienen könnte, gibt es in Wien seit 2014: In Volksschulen werden Kurse in Deutsch, Mathe oder Hausaufgabenbetreuung angeboten. In NMS und AHS organisieren Volkshochschulen Lernhilfe. Die Stadt investiert darin 20 Millionen Euro pro Jahr.

In Niederösterreich gibt es das bisher nur in kleinem Rahmen: Vor zwei Jahren starteten die Sozialdemokraten das Pilotprojekt „Nachzipf – ich schaff das“. In zehn Gemeinden wird seither jeweils im August kostenlose Nachhilfe angeboten – für Kinder und Jugendliche, die sich auf eine Nachprüfung vorbereiten. Nun soll das Projekt ausgeweitet werden. Das erhoffte flächendeckende Angebot gibt es ab 2020 nicht. Dafür aber, laut GVV-Präsident Rupert Dworak, Unterstützung bald in 20 Gemeinden. Zudem will die SPÖ einen neuen, parteiunabhängigen Verein für die Gratis-Nachhilfe gründen.

Gleichzeitig appelliert Dworak an das Land und die ÖVP, Verantwortung zu übernehmen. Das Ziel sei nach wie vor ein Gesamt-Modell. Notwendig wäre dafür laut der SPÖ ein Budget von 85.000 Euro pro Jahr.

Dass sie nie ein konkretes Konzept gesehen habe, kritisiert Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP). Sie sei der Ansicht, dass es Aufgabe der Schule ist, Schüler zum positiven Schulabschluss zu führen: „Vorrangiges Ziel kann es nicht sein, gratis Nachhilfe anzubieten, sondern sie zu vermeiden.“