Ab 2023 sollen alle Besitzer Hunde-Kunde absolvieren müssen

Erstellt am 14. Juni 2022 | 08:52
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8386610_noe24hunde_c_shutterstock_thbk.jpg
Neue Obergrenze: Pro Haushalt sollen ab 2023 nur noch vier Hunde gehalten werden dürfen.
Foto: Foto Shutterstock/thka
73 Stellungnahmen gingen zu Gesetzesentwurf ein, der Sachkunde für Herrchen und Frauchen sowie eine Hundehalte-Obergrenze vorsieht. Bei Letzterer wird nachgebessert. Erstere bleibt trotz Kritik wie geplant.
Werbung

Wer einen Hund hält – egal, ob Chihuahua, Schäfer oder Rottweiler –, muss dafür voraussichtlich ab Juli 2023 verpflichtend Sachkunde-Stunden absolvieren. Das ist so gut wie fix – wenngleich der Landtagsbeschluss von Juni auf Juli verschoben wurde.

Die Novelle des Hundehaltegesetzes, die neben der Sachkunde eine Obergrenze für die Hundehaltung vorsieht, befand sich bis zur Vorwoche in Begutachtung. Beim Land ging dazu eine Flut an Stellungnahmen ein – 73 an der Zahl. „Sie kamen von Privatpersonen, Tierschutzorganisationen und Vereinen“, sagt Landtagsabgeordnete und Pressesprecherin von Tierschutz-Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ), Vesna Schuster.

440_0008_8387592_noe24waldhaeusl_2464.jpg
Gottfried Waldhäusl will mit Sachkunde Sicherheit für Mensch und Tier erhöhen.
Foto: FPÖ

Viele äußerten Kritik. Tierschutzverband-Vorsitzende Andrea Specht bemängelte etwa, dass die vorgesehene Sachkunde von drei Stunden nicht ausreiche. Laut dem Entwurf müssen diese alle angehenden Hundehalter absolvieren. Herrchen und Frauchen von Listen- oder auffälligen Hunden müssen sich in zehn Stunden Wissen aneignen.

Für Waldhäusl ist das Ausmaß aber fix. „Das ist der größte gemeinsame Nenner.“ Sehr wohl eine Änderung bewirkt haben die Stellungnahmen hingegen bei der Obergrenze. Vorgesehen war, dass in einem Haushalt nur noch drei Hunde leben dürfen. Die Grenze wird nun doch auf fünf angehoben, heißt es aus dem Büro des Landesrats. 

Dass die Emotionen hochgehen, wenn es um die bellenden Vierbeiner geht, zeigte sich bereits bei der Novelle 2019. Damals wurde eine Beißkorbpflicht für alle Hunde eingeführt. Im Landtag rechnet Waldhäusl beim Beschluss der Sachkunde und Obergrenze aber mit breiter Zustimmung.

Aktualisierung: Die Obergrenze wird von den ursprünglich vorgesehenen drei Hunden pro Haushalt auf fünf erhöht. Nicht wie irrtümlich berichtet von zwei auf vier.