Beschlossen: Maulkorb für Hunde erst ab 150 Personen. ÖVP wollte klarstellen, dass Hunde nur Beißkorb und Leine tragen, wenn sich an einem Ort mehr als 150 Personen aufhalten. Mit den Stimmen der SPÖ beschloss sie die "authentische Interpretation" des heftig kritisierten Gesetzes.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 22. November 2019 (10:42)
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Groß war das Aufjaulen über das in der Landtagssitzung im Oktober einstimmig beschlossene Hundehaltegesetz. Dass sie ihren Vierbeinern bei "Menschenansammlungen" schon bald immer Maulkorb und Leine anlegen müssen, verärgerte zahlreiche Hundebesitzer. Die ÖVP brachte in der vergangenen Sitzung deshalb einen neuerlichen Antrag zum Hundehaltegesetz ein. 

"Damit keine Missverständnisse im Hinblick auf die Anzahl der Personen aufkommen, soll das Gesetz authentisch interpretiert und somit klargestellt werden, dass unter größeren Menschenansammlungen zumindest 150 Personen zu verstehen sind", hieß es darin. Außerdem soll dadurch klargestellt werden,  dass unter dem Begriff „Behindertenbegleit- und Therapiehunde“, für die es eine Ausnahme von der Maulkorb- und Leinenpflicht gibt,  auch Assistenz- und Therapiebegleithunde zu verstehen sind. 

Der Gesetzesentwurf wurde von ÖVP und SPÖ beschlossen. GRÜNE, NEOS, FPÖ sowie der fraktionslose Abgeordnete Martin Huber stimmten gegen die authentische Interpretation des Hundehaltegesetzes.