Impfung: Schnabl fordert Info und Tempo. Voll Unklarheiten zurückgelassen werden die Landsleute aus der Sicht von SPÖ-NÖ-Chef Franz Schnabl. Das Verabreichen des Wirkstoffs müsse schneller laufen, die Bevölkerung brauche mehr Auskünfte.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 13. Januar 2021 (12:13)
Franz Schnabl.
Herbert Käfer

"Zu wenig, zu spät, zu zögerlich": Während sich die Bundespolitik bei einer Sondersitzung im Nationalrat mit dem von der SPÖ attestierten "Impf-Chaos in Österreich" beschäftigt, übt der Chef der NÖ-Sozialdemokraten auch hierzulande Kritik. Dem Covid-Krisenmanagement der Bundesregierung stellt Franz Schnabl ein schlechtes Zeugnis aus. Beim Impfen hinke Österreich hinterher, meint er mit Blick nach Israel oder auf die Vereinigten Arabischen Emirate. Der vertraglich gesicherte Impfstoff sei zu wenig, das Verabreichen des Wirkstoffs laufe zu langsam, die Informationen kommen zu spärlich. 

Laut Schnabl reichen die von Österreich bestellten Impfdosen nur für rund 20 Prozent der Bevölkerung. Als Beispiel führt er die Gemeinde Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) an: Hier seien rund 25 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt, gehören also zur Risiko-Zielgruppe für Covid-Impfungen. "Da muss sofort nachbestellt werden. Die Menschen müssen darauf vertrauen können, dass die Impfstoffe in ausreichender Anzahl besorgt werden und es einen Impf-Plan gibt, nach dem strategisch vorgegangen wird."

Ab 18. Jänner sollen sich die Niederösterreicherinnen und Niederösterreich für die Impfung vorregistrieren können. Eingerichtet wird eine Plattform, wie sie die SPÖ-NÖ selbst in der Vorwoche gefordert hat. Schnabl verlangt jedoch noch mehr Informationen. Konkret einen Brief der Sozialversicherung an alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher.