Gemeindebund Initiative "Sicher daheim!" für umfassenden Schutz

Erstellt am 01. Oktober 2022 | 09:13
Lesezeit: 4 Min
Die NÖ Gemeinden laden ihre Bürgerinnen und Bürger zu umfassenden Informationsabenden zum Thema „Sicherheit“ – vom Blackout über Einbruchsschutz bis zu Cybersicherheit.
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Noch mehr Sicherheit für Niederösterreichs Bevölkerung ist das Ziel der Initiative „Sicher daheim“ des NÖ Gemeindebundes. Bürgerinnen und Bürger sollen im Einklang mit ihren Gemeinden noch besser unmittelbare Gefahren und Bedrohungen vermeiden können, oder – wo das nicht geht – noch besser vorbereitet sein, um die Auswirkungen zu verringern.

Manche Bedrohungen richten sich direkt gegen einzelne Haushalte oder Personen. Einbrüche, Computerkriminalität oder Betrugsmaschen wie etwa der bekannte „Enkeltrick“ können jedoch verhindert werden, wenn die Menschen wissen wie. Wenn bei einem Kernkraftwerksunfall in der Nähe Radioaktivität austritt, muss die Bevölkerung schnell gewarnt werden und alle müssen wissen, was zu tun ist.

„Wenn Naturkatastrophen eine Gemeinde heimsuchen, ist rasches Agieren unerlässlich.“

„Wenn Naturkatastrophen eine Gemeinde heimsuchen, ist rasches Agieren unerlässlich, sowohl seitens der Gemeindeverwaltung als auch der Bürgerinnen und Bürger. Die Gemeinden sind in der Katastrophenvorsorge sehr gut aufgestellt. Wenn auch die Bewohnerinnen und Bewohner vorbereitet sind, lassen sich solche Ausnahmesituationen leichter bewältigen“, streicht NÖ Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl die Bedeutung des Zusammenspiels zwischen Kommunen und der Bevölkerung hervor.

Mit „Sicher daheim“ setzen die NÖ Gemeinden auf die Eigenverantwortung eines jeden einzelnen – umfassende Vorbereitung steht an oberster Stelle. Auf Informationsabenden werden die Menschen für mögliche Gefahren sensibilisiert. Sie werden motiviert, ihre Eigenverantwortung wahrzunehmen. Und sie bekommen konkrete Tipps, wie sie sich schützen bzw. vorbereiten können. Der Bogen spannt sich vom Blackout über Einbrüche, Internetbetrug und Enkeltrick bis zu Radioaktivität und Naturkatastrophen. Die Teilnahme ist kostenlos, aber sicher nicht umsonst.

„Es ist sichergestellt, dass im Ernstfall Gefahr für Leib und Leben verringert wird und Sachbeschädigungen minimiert werden“
Christoph Kainz

„Als Präsident des NÖ Zivilschutzverbandes freut es mich, dass immer mehr Gemeinden in Niederösterreich die Initiative ergreifen und nicht nur sich auf Gefahrensituationen vorbereiten, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger. Im Zusammenspiel von Behörden und Zivilgesellschaft können wir dafür sorgen, dass manche Gefahr erst gar nicht eintritt. Und es ist sichergestellt, dass im Ernstfall Gefahr für Leib und Leben verringert wird und Sachbeschädigungen minimiert werden“, hebt NÖZSV-Präsident Christoph Kainz auch die Verantwortung jeder Einzelperson im Ernstfall hervor.

„Wasserver- und Abwasserentsorgungsanlagen, Kläranlagen, Pumpwerke – das alles muss im Falle einer Katastrophe für die Bevölkerung so lange wie möglich aufrecht erhalten bleiben, damit unsere Bürgerinnen und Bürger weiterhin uneingeschränkt leben können.“
Alois Zetsch

Wenn der Strom im ganzen Land für längere Zeit ausfällt, muss eine Gemeinde schnell handeln. Und sie muss trotzdem handlungsfähig bleiben, um ihre Bürgerinnen und Bürger unterstützen zu können.

Für solch ein Szenario ist die Marktgemeinde Großweikersdorf bereits seit einigen Jahren bestens aufgestellt, wie Bürgermeister Alois Zetsch weiß: „Wasserver- und Abwasserentsorgungsanlagen, Kläranlagen, Pumpwerke – das alles muss im Falle einer Katastrophe für die Bevölkerung so lange wie möglich aufrecht erhalten bleiben, damit unsere Bürgerinnen und Bürger weiterhin uneingeschränkt leben können. Aber auch in Sachen Kommunikation sorgen wir in unserer Gemeinde vor, indem wir in unseren Katastralgemeinden Infopoints einrichten, in denen sich die Bevölkerung die Information abholen können, die sie im Katastrophenfall benötigt.“

„Manche Bedrohungen gegen ganze Landstriche können wir nicht abwenden, manche Katastrophen nicht verhindern. Aber wir können gemeinsam dafür sorgen, dass sich der Schaden in Grenzen hält, und gemeinsam die Zivilbevölkerung bestmöglich darauf vorbereiten“, sind sich die Präsidenten des NÖ Gemeindebundes und Zivilschutzverbandes einig.