Neues Maßnahmenpaket gegen das Rauchen bei Jugendlichen. Familienministerin Juliane Bogner-Strauß bereitet in Absprache mit den Bundesländern weitere Aktivitäten vor, damit Mädchen und Burschen nicht vor 18 rauchen. Fix ist eine Infokampagne ab Anfang 2019.

Erstellt am 10. Juni 2018 (10:32)
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Die gesetzlichen Weichen für strengere Raucher-Bestimmungen für Jugendliche unter 18 Jahren sind bereits gestellt. Aber die zuständige Familienministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) geht jetzt noch einen Schritt weiter, damit die Zahl der jugendlichen Raucher, die im Europa-Vergleich hoch ist, zurückgeht.

Sie bereitet für 2019 ein Maßnahmenbündel mit den Schwerpunkten Information und Prävention vor. Das teilte die Ressortchefin in einer der NÖN vorliegenden Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des niederösterreichischen Neos-Nationalratsabgeordneten Douglas Hoyos mit.

Strengere Bestimmungen kommen ab 1. Jänner zum Einsatz

Diese Aktivitäten für einen verstärkten Schutz und zur Warnung vor den Gefahren des Rauchens bei Jugendlichen werden in den kommenden Monaten vorbereitet. Vor allem die Informationsmaßnahmen sollen rechtzeitig mit dem Inkrafttreten der neuen, verschärften Anti-Raucher-Regelungen und den strengeren Bestimmungen im Jugendschutz ab 1. Jänner kommenden Jahres zum Einsatz kommen.

Bogner-Strauß, die auf Vorschlag der scheidenden ÖVP-Frauenchefin, der Niederösterreicherin Dorothea Schittenhelm, heuer im Herbst auch neue ÖVP-Bundesfrauenchefin werden soll, hat sich bei einer Tagung mit den Landesräten Ende April dieses Jahres auf einen verschärften Raucherschutz für Mädchen und Burschen unter 18 Jahren sowie auf einheitliche Jugendschutzbestimmungen bei Ausgehzeiten geeinigt. Nur das Land Oberösterreich, das noch strengere Regeln will, ist dabei ausgeschert.

Die Kosten lassen sich für die Familienministerin noch nicht beziffern

Die Kosten für das Informations- und Präventionsbündel ab 2019 stehen noch nicht fest. Das hängt nach den Angaben der Familienministerin auch davon ab, inwieweit bestehende Aktivitäten in den Bundesländern genützt werden können.

Nicht einlassen wollte sich Bogner-Strauß, die aus der Steiermark kommt und Mutter dreier Kinder ist, auf die Frage, wie hoch die Gefährdung für Lehrlinge durch den Umstand ist, dass das geplante Rauchverbot in Lokalen ab 1. Mai dieses Jahres auf Drängen der FPÖ gekippt wurde. Diese Frage falle in die Zuständigkeit von Gesundheits- und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ), teilte die Familienministerin Neos-Mandatar Hoyos mit.

Mehr Schutz vor Passivrauchen beim Autofahren

Der Parlamentarier wollte außerdem wissen, welche Bestimmungen den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Passivrauchen gewährleisten würden. Bogner-Strauß verwies in diesem Zusammenhang auf ebenfalls schon beschlossene Maßnahmen.

Demnach sei mit dem Schutz von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren vor Passivrauchen in Kraftfahrzeugen ein wesentlicher Schritt gesetzt worden, betonte sie. Das Rauchen ist seit 1. Juni beim Autofahren verboten, wenn Personen unter 18 Jahren im Auto sind.