Lärmschutzwände werden höher. Für die Asfinag gibt es neue Bestimmungen. Wr. Neudorf profitiert.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 26. Februar 2019 (02:27)
Thomas Lenger
In Wiener Neudorf wird die neue Lärmschutz-Richtlinie umgesetzt: Die Wände werden höher.

Vier Meter durften sie bisher hoch sein. Die von der Asfinag finanzierten Lärmschutzwände in Österreich. Vielen Anrainern war das jedoch zu wenig. So etwa auch in Wiener Neudorf, wo es auch immer wieder Streiks gegeben hat, weil höhere Lärmschutzwände gefordert wurden. Nun wurden die Lärmschutz-Richtlinien vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie angepasst.

Nun sei es möglich in den Ballungsräumen mehr Personen zu schützen, sagt Rainer Kienreich, Geschäftsführer Asfinag. Die Lärmschutzwände dürfen ab sofort fast doppelt so hoch sein wie bisher.

In Österreich seien bereits „80 bis 85 Prozent der schutzwürdigen Bereiche“ mit Lärmschutzwänden abgedeckt, sagt Clemens Mayr, Lärmschutzexperte der Asfinag.

Lärmschutzwände werden 7,5 Meter hoch

Erstes Projekt, wo die neue Richtlinie zum Tragen kommt, ist in Ansfelden. Dort werden die Wände nun 7,5 Meter hoch. Eines der Projekte, das ebenso heuer umgesetzt wird, ist Wiener Neudorf.

Wenn Lärmschutzwände technisch nicht machbar sind, haben Anrainer die Möglichkeit auf passiven Lärmschutz. Die Asfinag fördert hier etwa den Einbau von Lärmschutzfenstern.

Jährlich wurden bisher 20 bis 30 Millionen Euro für Lärmschutzmaßnahmen investiert. Künftig werden es pro Jahr zwei bis drei Millionen mehr sein. Vonseiten der Asfinag glaubt man nicht, dass Teststrecken für Tempo 140 zusätzlichen Lärmschutz notwendig machen. Momentan finden allerdings noch Messungen statt.