Mikl-Leitner: "Ganze Kraft für NÖ einsetzen“. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begründet ihre Entscheidung, nicht mehr als Bundesparteiobmann-Stellvertreterin in der Volkspartei zur Verfügung zu stehen.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 20. Juni 2017 (00:55)
Daniel Lohninger
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

NÖN: Sie werden nach dem ÖVP-Parteitag am 1. Juli nicht mehr wie bisher als stellvertretende Bundesparteiobfrau fungieren. Wie kam es zur Entscheidung?

Johanna Mikl-Leitner: „Ich habe Sebastian Kurz gesagt, dass ich nicht mehr zur Verfügung stehe. Das hat aber nichts mit dem neuen Bundesparteiobmann zu tun, sondern mit meinem Selbstverständnis als Landeshauptfrau von Niederösterreich. Das ist ein konsequenter, logischer Schritt, der für mich schon seit mehr als einem Jahr feststeht – seit meinem Wechsel vom Bund in meine Heimat Niederösterreich. Ich will meine ganze Kraft und Energie für die Arbeit in Niederösterreich einsetzen.“

Denken Sie, dass die ÖVP Niederösterreich nun weniger direkten Einfluss auf die Entscheidungen der Bundespartei haben wird?

Mikl-Leitner: „Ich denke, dass man endlich damit aufhören sollte, sich darüber Sorgen zu machen, wer auf wen wie viel Einfluss hat. Man sollte sich mehr darauf konzentrieren, gemeinsam erfolgreich zu arbeiten. Und fest steht auch: Niederösterreich ist und bleibt das größte Bundesland, um unsere Stellung in der Republik muss sich daher niemand sorgen.“

Mit Bettina Glatz-Kremsner wurde eine neue Stellvertreterin von Sebastian Kurz aus Niederösterreich nominiert. Was halten Sie von dieser Entscheidung?

Mikl-Leitner: „Das ist eine hervorragende Entscheidung. Bettina Glatz-Kremsner ist eine überaus erfolgreiche Managerin, eine erfahrene und besonnene Frau. Sie ist eine echte Bereicherung für unsere Gesinnungsgemeinschaft. Ich freue mich, dass sie mit an Bord ist.“