VPNÖ will NÖ als schnellstes Land. Bis zum Jahr 2022 sollen 3,3 Milliarden in Maßnahmen zum Thema Mobilität fließen.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 12. September 2017 (01:08)
Hudler
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat das Mobilitätspaket im Rahmen der Klausur der VPNÖ vorgestellt.

Niederösterreich ist das Bundesland mit den meisten Pendlern. Außerdem ist jeder dritte Bahnhof Österreichs in NÖ, erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Großes Ziel sei es, NÖ als größtes Bundesland zum schnellsten Bundesland zu machen, so Mikl-Leitner.

Daher wurde im Zuge der Arbeitsklausur der VPNÖ ein Mobilitätspaket präsentiert. Damit sollen in erster Linie öffentliche Verkehrsmittel besser mit dem Individualverkehr verbunden werden. In die Maßnahmen sollen bis 2022 insgesamt 3,3 Milliarden Euro fließen. Diese werden zu je einem Drittel von Land, dem Bund und den Unternehmen ÖBB und Asfinag kommen. 1,3 Milliarden sollen in den öffentlichen Verkehr investiert werden. Der Rest wird in Straßenbauprojekte fließen. Diese Relation erklärt Mikl-Leitner damit, dass sich 20 Prozent des öffentlichen Verkehrs auch auf der Straße bewegen. Geplant sind etwa Taktverdichtungen der S-Bahnen und mehr Züge auf den Regionalbahnen. Busverbindungen sollen attraktiver und Bahnhöfe moderner werden. Weiters will man, so Mikl-Leitner, die Visionen über die Waldviertelautobahn und U-Bahnverbindungen Wien-Niederösterreich diskutieren.

Weiterer Schwerpunkt der Präsentation war das Thema Bildung. Da jeder zweite Arbeitslose keine Ausbildung habe, wolle man Menschen für Bildung sensibilisieren, so Mikl-Leitner. Dafür wurde die Plattform www.arbeitsland-noe.at eingerichtet. Auch die Landesverwaltung wurde angesprochen. Mikl-Leitner habe der Landesamtsdirektion aufgetragen, Konzepte für mehr Digitalisierung, Dezentralisierung und Deregulierung auszuarbeiten.