Straßenbau: Standort NÖ wird gestärkt. Asfinag und Land investieren heuer 327 Millionen Euro in Niederösterreichs Straßenbau. Bis 2022 wird das 3,3 Milliarden Euro starke NÖ-Mobilitätspaket umgesetzt.

Von Markus Strohmayer. Erstellt am 06. März 2018 (01:39)
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Die Geduld niederösterreichischer Autofahrer wird heuer wohl einige Male getestet. An mehr als einem Dutzend großer Baustellen arbeitet die Asfinag 2018 in NÖ. 207 Millionen Euro kosten diese Projekte. Die Asfinag kümmert sich dabei um Autobahnen und Schnellstraßen. Weitere 120 Millionen Euro steckt das Land NÖ unter anderem in Zulaufstrecken.

In Kooperation entstehen Projekte wie der Weiterbau der elf Kilometer langen S3 Weinviertler Schnellstraße bis Guntersdorf sowie die Errichtung der Umfahrung Drasenhofen als Ausbau der A5 Weinviertel Autobahn. Letztere soll eine Länge von fünf Kilometern haben und täglich 1.800 Lkw aus den Ortschaften abziehen, die zwischen Wien und Tschechien durchs Weinviertel rollen. „Die Bürger werden so vom Durchzugsverkehr entlastet, und das ist wichtig für die Lebensqualität“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

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Ein weiteres Bauvorhaben, das die Asfinag alleine stemmt, ist die Eröffnung der dritten Fahrspur zwischen Matzleinsdorf und Pöchlarn auf der A1 Westautobahn. Die A1 wird damit durchgehend dreispurig befahrbar sein. Die Arbeiten sollen im Mai abgeschlossen sein.

Laut Mikl-Leitner sind die geplanten Nachbesserungen im Straßennetz vor allem für den Wirtschaftsstandort von Bedeutung. „Ein gut ausgebautes Straßennetz ist wesentlich für einen attraktiven Standort. Zudem verbessert sich die Mobilität unserer Pendler“, so die Landeshauptfrau.

Auch in den kommenden Jahren könnten große Verkehrsprojekte umgesetzt werden. In Zusammenarbeit mit dem Bund sollen bis 2022 3,3 Milliarden Euro für öffentlichen Verkehr und diverse Straßenbaupläne ausgegeben werden.