Jeder 9. Volksschüler verfehlte Mathe-Standard. Jeder neunte Volksschüler hat im Vorjahr bei den Bildungsstandardtestungen in der vierten Schulstufe die Standards im Fach Mathematik nicht erreicht.

Erstellt am 31. Januar 2014 (12:04)

Weitere zwölf Prozent konnten sie nur teilweise erfüllen. Das zeigen die am Freitag präsentierten Ergebnisse. In Englisch in der achten Schulstufe haben im Kompetenzbereich Schreiben 37 Prozent nicht das Lehrplanziel erreicht. Bei den Tests wurden im Frühjahr 2013 rund 74.000 Volksschüler der vierten Klasse im Fach Mathematik und 77.000 Schüler der vierten Klasse AHS/Hauptschule/Neue Mittelschule im Fach Englisch abgeprüft. Im Bundesländervergleich schnitt in der Mathematik dabei Oberösterreich (545 Punkte), gefolgt von Niederösterreich (544) und Salzburg (541) am besten ab. Der Österreich-Schnitt liegt bei 533 Punkten. Am schlechtesten lagen Vorarlberg (514), Wien (519) und Kärnten (520).

Anders in Englisch: Hier liegen Wien und Niederösterreich (je 525) an der Spitze, knapp dahinter folgt Salzburg (524). Die niedrigsten Werte erzielten Kärnten (501) und die Steiermark (506). Der Österreich-Schnitt beträgt 519. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind aber relativ gering.

Im Vergleich zu den sogenannten "Baseline"-Testungen in den Jahren 2009 (Englisch) bzw. 2010 (Mathe) haben sich die Ergebnisse der Schüler jeweils verbessert - in Mathematik um 33 Punkte, in Englisch um 19 Punkte. Einschränkung: Damals seien kompetenzorientierte Erhebungen von Schülerleistungen noch wenig verbreitet gewesen und nur stichprobenartig erfolgt, diesmal wären die Schüler die Aufgaben möglicherweise ernsthafter angegangen, heißt es im Ergebnisbericht.

Im Fach Englisch in der achten Schulstufe wurden erstmals die Neuen Mittelschulen (NMS) separat ausgewertet: Sie erreichten im Schnitt mit 578 Punkten praktisch den gleichen Wert wie die Hauptschulen (580). Unangefochten an der Spitze liegen die AHS (600).