Wasserspender gegen Plastik-Berge auf Autobahnen. Auf Rastplätzen werden Trinkwasserspender aufgestellt. Asfinag und Ministerin Gewessler riefen beim Besuch in Kirchstetten auf, Mehrwegflaschen zu verwenden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. Juni 2021 (11:35)
New Image
Usercontent, Lisa Röhrer

Eine Million PET-Flaschen pro Monat einsparen - dieses Ziel haben sich das Klimaschutz-Ministerium und die Asfinag gesetzt. Am Rastplatz Kesselhof bei Kirchstetten (Bezirk St. Pölten) präsentierten sie vor dem Start der Reisezeit ihre neue Sommer-Kampagne "Auffüllen statt wegwerfen". 

New Image
Usercontent, ASFINAG

Trinkwasserspender werden an allen Asfinag-Rastplätzen aufgestellt. Autofahrer sollen damit motiviert werden, Mehrwegflaschen zu verwenden. In Österreich werden jährlich pro Monat rund 133 Millionen Plastikflaschen verbraucht. "Wenn wir nur ein Prozent davon einsparen, wären das 1,3 Millionen", sagte Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) beim Lokalaugenschein in Kirchstetten. 

Weggeworfener Müll kann auch zur Gefahr werden

Die Asfinag-Mitarbeiter alleine sammeln, laut Vorstand Hartwig Hufnagl, pro Jahr 8.000 Tonnen Müll. In den vergangenen Jahren stiegen die Mengen deutlich an. Das verursache Kosten von bis zu 13 Millionen Euro. Außerdem wird der Abfall immer zur Gefahr: "Müll verdreckt nicht nur die Natur, er kann auch abrupte Fahrmanöver provozieren und zu Unfällen führen." 

Wer noch nicht ganz auf Einwegflaschen verzichten will oder kann, sollte den Müll zumindest richtig entsorgen, appellieren Gewessler und Hufnagl. An drei Pilot-Rastplätzen wurden deshalb nun PET-Containerpressen aufgestellt - eine davon am  Rastplatz Kesselhof. Der Müll wird in den Containern verdichtet, um Abholfahrten einzusparen.