Pröll: „Wird auf Dauer nicht gut gehen!“. Deutliche Worte bei Gesprächstermin von Erwin Pröll mit Christian Kern.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 20. September 2016 (06:30)
NOEN, Nlk/Filzwieser
SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern bei seinem Besuch im Landhaus in St. Pölten: Gespräch mit ÖVP-Landeshauptmann Erwin Pröll in dessen Büro.

Ein Vier-Augen-Gespräch hatte es schon vor etlichen Wochen im Bundeskanzleramt gegeben. In der Vorwoche fand nun erneut ein Gespräch zwischen SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern und ÖVP-Landeshauptmann Erwin Pröll statt. Diesmal traf man sich in Prölls Büro in St. Pölten. Es war der erste Besuch von Christian Kern als Kanzler im Landhaus. Pröll danach: „Es war ein sehr korrektes, aber auch sehr deutliches Gespräch.“

Pröll sprach – „in einem guten Gesprächsklima“ – sehr offen die Situation der Großen Koalition in der Bundesregierung an, vor allem den schlechten Stil, der dort derzeit zwischen SPÖ und ÖVP herrsche. Pröll: „Das wird auf Dauer nicht gut gehen.“ Für den Landeshauptmann ist es die Verantwortung von Christian Kern als Regierungschef, dass das Arbeitsklima in der Bundesregierung konstruktiver wird.

Vor allem den „New Deal“ in der Bundesregierung, den Christian Kern bei seinem Amtsantritt verkündet hatte, „habe ich mir ganz anders vorgestellt“, so Erwin Pröll angesichts der jüngsten Querelen und Sticheleien in der Großen Koalition. Wobei bei dem Termin in St. Pölten so ziemlich alle umstrittenen Themen bis hin zu den jüngsten ORF-Entscheidungen in dem Gespräch unterkamen.