Keine Gefahr durch Wasser und Essen. Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass sich jemand über Wasser oder Lebensmittel mit dem Coronavirus angesteckt haben könnte. Tierärzte kontrollieren weiterhin Tiere, deren Fleisch zum menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 21. März 2020 (13:50)
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LHStv Franz Schnabl zur Wasserversorgung in NÖ
SPÖ NÖ

„Von Wasser geht keine Gefahr durch das neuartige Coronavirus aus“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Schnabl. Es gebe nicht die geringsten Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömmliche Lebensmittel bzw. über Trink- bzw. Leitungswasser oder Oberflächenwasser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben könnten. 

Wasservorräte nicht notwendig

Daher kann Leitungswasser ganz klar ohne Bedenken konsumiert werden – und die Versorgung damit ist in bewährt guter Qualität gesichert. „In Niederösterreich sind wir in der privilegierten Lage, unseren Trinkwasserbedarf fast zur Gänze aus gut geschützten Grundwasservorkommen, Brunnen, Quellen decken zu können.“ Das Anlegen von Wasservorräten sei daher nicht notwendig.

„Wasser ist unser wichtigstes und kostbarstes Lebensmittel.“ Um alle notwendige Maßnahmen zum Mitarbeiterschutz zu ermöglichen, wurden die Wasserversorger vom Land NÖ umgehend beraten, um diesen systemrelevanten Bereich abzusichern und die Mitarbeiter bestmöglich zu schützen.

Auch von Fleisch, Wurst, Eiern, Obst, Gemüse, Wasser usw. gehe laut AGES keine Gefahr durch das neuartige Coronavirus aus. Auch für andere Coronaviren seien keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel bekannt. Allerdings: Vom Genuss von rohem Fleisch oder Blut von Wildtieren, wie Schlangen, Fledermäusen etc., wird aber dringend abgeraten.

Tierärzte sorgen weiter für Lebensmittelsicherheit

Übrigens: Trotz zahlreicher Einschränkungen durch die Coronakrise bleiben die Tierärzte in NÖ weiter im Einsatz – sowohl was unaufschiebbare und unbedingt notwendige Behandlungen von Tieren betrifft als auch die Lebensmittelsicherheit betrifft. Landwirtschaftliche Tiere, deren Fleisch zum menschlichen Verzehr bestimmt ist, unterliegen selbstverständlich auch weiterhin vor und nach der Schlachtung einer amtlichen Kontrolle in Form einer Schlachttier- und Fleischuntersuchung. Diese Untersuchungen werden, so verrät NÖ Landestierärztekammerpräsident Heinz Heistinger, von den niederösterreichischen Fleischbeschau-Tierärzten im Schlachtbetrieb durchgeführt. Darüber hinaus würden in manchen Fällen auch Untersuchungen bei Hausschlachtungen stattfinden.