SPÖ NÖ zur Kinderbetreuung: „Unser Drängen hat Wirkung gezeigt“

Erstellt am 22. September 2022 | 13:05
Lesezeit: 3 Min
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Landtagsabgeordnete Kerstin Suchan-Mayr, ehemalige SPÖ-Landesrätin Traude Votruba und NÖ GVV-Präsident Rupert Dworak.
Foto: SPÖ NÖ / Sauer
Schon im Jänner hat die SPÖ NÖ mit Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl ihr „KinderPROgramm“ präsentiert. Viele Punkte aus dem damals vorgestellten SPÖ-Papier würden sich nun in der Kinderbetreuungs-Reform der niederösterreichischen Volkspartei wiederfinden, sagt Familiensprecherin Kerstin Suchan-Mayr.
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„Vor genau 247 Tagen sind wir mit unserem Kinderbetreuungsprogramm an die Medien und die Öffentlichkeit herangetreten. Jetzt, fast zehn Monate später, hat es endlich Wirkung gezeigt“, sagt Kerstin Suchan-Mayr, Landtagsabgeordnete und SPÖ NÖ Familiensprecherin, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Das im Jänner vorgestellte „KinderPROgramm“ der niederösterreichischen SPÖ umfasste drei wesentliche Punkte: Gratis, Ganztägig und Ganzjährig. Die SPÖ wollte also beispielsweise das Kindergarteneintrittsalter auf zwei Jahre senken, eine kostenlose, flächendeckende Nachmittagsbetreuung in Niederösterreichs Kindergarten einführen und die Schließtage auch in den Sommermonaten reduzieren.

„Viele dieser Punkte finden sich jetzt in der vorgestellten Kinderbetreuungs-Reform der Volkspartei wieder und wurden eindeutig aus dem SPÖ-Papier übernommen. Anfang des Jahres sahen sowohl Familienlandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister als auch ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner noch keinen Handlungsbedarf“, betont Suchan-Mayr. Das Drängen der SPÖ habe zwar einige Verbesserungen für die Familien im Land erzielt, dennoch wird weiter kritisiert, dass die Änderungen „zu wenig, zu spät und zu zögerlich“ erfolgten. Zu spät erfolgte vor allem die Reduktion des Kindergarteneintrittsalters auf zwei Jahre. Außerdem kritisiert die SPÖ NÖ unter Franz Schnabl, dass die Nachmittagsbetreuung nach wie vor nicht für alle Familien kostenlos ist.

Themen bleiben über mehrere Generationen erhalten

Die ehemalige SPÖ-Landesrätin Traude Votruba war von 1981 bis 1999 für die Themen Familien und Kinderbetreuung zuständig. Bereits vor 25 forderte sie die Reduktion des Kindergarteneintrittsalters und somit eine Kinderbetreuung, die direkt an die Karenz anschließt. Votruba gratuliert ihren Parteikollegen zu dem Erfolg und appelliert „Bitte bleibt dran“.

Rupert Dworak, Präsident des niederösterreichischen Gemeindevertreterverbands (GVV), betont vor allem die Rolle der Gemeinden in der Kinderbetreuungsfrage. Er bezeichnet die Gemeinden als „Kindergarten-Erhalter. Zum anderen leisten sie mit der Bereitstellung des Betreuungspersonals auch bei den Personalkosten finanziell einen wesentlichen Beitrag. 

Dworak pocht außerdem auf die Umsetzung einer Gratis Kinderbetreuung. „Gerade in Zeiten der Teuerung kommen gehäuft Bürgerinnen und Bürger zu mir in die Sprechstunde und müssen bei den Betreuungsstunden am Nachmittag reduzieren. Und das, obwohl sie eigentlich aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit den Bedarf dafür hätten. Der SPÖ NÖ-Vorstoß nach dem blau-gelben Kinderbetreuungsbonus ist als Sofortmaßnahme dringend notwendig, bis die ÖVP NÖ von einer kostenfreien Nachmittagsbetreuung überzeugt werden kann,“ sagt Dworak.