Erstellt am 11. Juli 2018, 11:58

von APA Red

Für NÖ Landesrätin ist "Verhandlungsbasis geschaffen". Die niederösterreichische Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) ist vorrangig froh, dass nach großem Druck aus den Ländern nun Bewegung in die Verhandlungen über die Mittel für die Kinderbetreuung komme.

Christiane Teschl-Hofmeister   |  Hans Leitner

Für die Gemeinden und Träger sei es "enorm wichtig, dass die Finanzierung der jeweiligen Angebote auch über das Auslaufdatum hinaus sichergestellt ist".

Die Erwartungshaltung des Landes Niederösterreich an den Bund ist laut Teschl-Hofmeister "ganz klar". Es müsse auch über das Jahr 2018 hinaus Fördergelder geben. Dabei gehe es vorrangig um weitere Unterstützung für die Schaffung neuer Plätze, aber ebenso um die nachhaltige finanzielle Absicherung bestehender Kinderbetreuungseinrichtungen. "Ich begrüße, dass der Bund die angekündigten 90 Millionen Euro nachgebessert hat und mit dem neuen Entwurf eine Verhandlungsbasis geschaffen hat", so die Landesrätin.

Was Öffnungszeiten der Kindergärten im Bundesland angehe, verwies Teschl-Hofmeister darauf, dass sich die niederösterreichischen Gemeinden und Trägereinrichtungen "nach dem lokalen Bedarf" richten würden. Dazu werde die Nachfrage nach Betreuungsmöglichkeiten in den Gemeinden regelmäßig erhoben. Wo mehr Betreuungsstunden gebraucht würden, gebe es bereits jetzt längere Öffnungszeiten als in anderen Regionen. "Wir arbeiten in Niederösterreich seit Jahren mit Hochdruck am bedarfsgerechten Ausbau der Kinderbetreuung. Die aktuellen Zahlen der Statistik Austria zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so Teschl-Hofmeister.

"Ja, es kann aus meiner Sicht mitdiskutiert werden", sagte die Landesrätin zudem zum Thema "Kopftuchverbot". "Wir werden den Vereinbarungsvorschlag genau prüfen und dann entscheiden."