Interkulturelle Mitarbeiter werden aufgestockt. In Niederösterreichs Kindergärten wird das Angebot an interkulturellen Mitarbeitern von 170 auf 182 erweitert. Außerdem startet im Herbst der Lehrgang "Interkulturelle Pädagogik" für Kindergartenpädagogen ohne Migrationshintergrund. Das Hauptziel dieses Lehrgangs: Ein besseres Verständnis für den interkulturellen Kontext vermitteln.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 04. Juli 2014 (11:00)
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9.000 mehrsprachige Kinder besuchen derzeit in Niederösterreich den Kindergarten. 170 interkulturelle Mitarbeiter sind aktuell im Einsatz, um diese Kinder in ihrer Mehrsprachigkeit zu fördern.

Sowohl die Ausbildung der Muttersprache, als auch das Erlernen der deutschen Sprache soll gefördert werden. Die interkulturellen Mitarbeiter fördern die Kinder in insgesamt 31 verschiedenen Sprachen – etwa Türkisch, Bosnisch, Kroatisch, Albanisch, Kurdisch, Mazedonisch, Russisch.

"Zweit- und Drittsprachen in Kindergärten als Chance"

60 interkulturelle Mitarbeiter sind fix an einem Kindergarten eingesetzt, in dem die Kinder mit Migrationshintergrund mehr als 50 Prozent der Gesamtkinderzahl ausmacht. Der Rest der speziell geschulten Mitarbeiter ist mobil.

Die Ausbildung zum interkulturellen Mitarbeiter richtet sich natürlich an Menschen mit Migrationshintergrund und umfasst 1.600 Unterrichtseinheiten. Im Herbst schließen weitere 12 Personen den Lehrgang ab, die Zahl der interkulturellen Mitarbeiter wird damit auf 182 aufgestockt.

Im Herbst startet außerdem der Lehrgang "Interkulturelle Pädagogik" für Kindergartenpädagogen, die interkulturelle Mitarbeiter in ihrem Kindergarten haben, um das Verständnis für den interkulturellen Kontext zu verbessern. "Wir sehen Zweit- und Drittsprachen in unseren Kindergärten als Chance, als etwas, das unsere Kinder vorantreibt", so die zuständige Landesrätin Barbara Schwarz dazu.