Kilber Abgeordneter Bernhuber mit "Austrian Green Deal". In Anlehnung an den European Green Deal stellte der EU-Abgeordnete Alexander Bernhuber einen Weg in eine umweltfreundliche Zukunft vor.

Von Maria Prchal. Erstellt am 04. Mai 2021 (14:55)
St. Pöltens Diözesanbischof Alois Schwarz, EU-Abgeordneter Alexander Bernhuber und Moderatorin Silvia Schneider haben zusammen den "Austrian Green Deal" präsentiert.
Usercontent, Alexander Bernhuber/Marschik

Klimaneutral bis 2050 - das will die EU mit dem "European Green Deal" erreichen. EU-Abgeordneter Alexander Bernhuber hat an Anlehnung dieser Strategie einen "Austrian Green Deal" konzipiert. 

Die Kernthemen sind umweltschonendes Bauen und Wohnen, Biodiversität im urbanen Raum sowie der Ausbau Erneuerbarer Energien. Dafür hat der Kilber EU-Politiker einige konkrete Ideen. 

So könnten Lärmschutzwände an Autobahnen mit Solarzellen ausgestattet werden, um diese Fläche nicht ungenutzt zu lassen und gleichzeitig keine neuen zu versiegeln.
Neue Siedlungsgebiete sollten nicht vornehmlich mit Beton und anderen umweltschädlichen Materialien gebaut werden, sondern beispielsweise mit Holz. 

Im urbanen Bereich will Bernhuber mehr Artenvielfalt sehen. Etwa in dem der Rasen bei Parkflächen als Blühwiese gestaltet wird. Das ist so eine Idee, die schon diesen Sommer umgesetzt werden könne, meint der VP-Politiker.

Einbindung von Stakeholdern folgt

In den nächsten Wochen wolle er sich mit den relevanten Stakeholdern zusammenfinden - etwa die Länder oder Landwirte. Für die Erreichung der Klimaziele bräuchte es auch alle politischen Parteien, so Bernhuber. Außerdem: "So ein Projekt muss nicht nur auf politischer, sondern auch auf unternehmerischer und gesellschaftlicher Ebene umgesetzt werden."

Einen Zeitplan zur Umsetzung seiner Vorschläge gibt es nicht. Jetzt schon auf seiner Seite hat er auf jeden Fall St. Pöltens Diözesanbischof Alois Schwarz und Moderatorin Silvia Schneider, mit denen er die Publikation präsentierte. 

EU-, Bund-, und Länderziele

Ein nationaler "Green Deal" wird von der EU nicht verlangt. Was die EU-Mitgliedsstaaten verpflichtend einreichen müssen ist ein "Nationaler Klima- und Energieplan", was Österreich auch 2019 gemacht hat. Niederösterreich hat etwas früher seine eigene Strategie vorgestellt. Die deckt sich teilweise mit der nationalen, in einigen Punkten hat sich das Land sogar höhere Ziele gesteckt.

Während die EU 2050 klimaneutral sein will, spricht Österreich sogar schon von 2040. Niederösterreich will zumindest seine Landesverwaltung bis 2035 klimaneutral stellen. Bereits jetzt bezieht das Bundesland bilanziell seinen Strom zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien, das will der Bund erst 2030 erreichen.

Bernhubers "Green Deal" ist hier einzusehen: https://alex-bernhuber.at/austrian-green-deal