Landesräte fordern Fachkräftestrategie

Erstellt am 02. Dezember 2022 | 16:52
Lesezeit: 3 Min
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Landesrat Markus Achleitner, Landesrätin Doris Kampus, Bundesminister Martin Kocher, Landesrat Martin Eichtinger (vorne, v. l.), Landesrat Marco Tittler, Landesrätin Astrid Mair und Landesrat Leonhard Schneemann (hinten, v. l.) bei der Konferenz in Mauerbach.
Foto: NLK Pfeiffer
Bei der Landesarbeitsreferenten-Konferenz in Mauerbach standen der Fach- und Arbeitskräftemangel sowie Erwerbstätigkeit in der Pension im Mittelpunkt.
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20 Themenschwerpunkte behandelten die für den Arbeitsmarkt zuständigen Landesrätinnen und Landesräte bei der Landesarbeitsreferenten-Konferenz in Mauerbach. Einstimmig stellten sie dabei konkrete Forderungen an Bundesminister Martin Kocher (ÖVP), die vom Fachkräftemangel bis hin zur Erwerbstätigkeit in der Pension reichten. 

NÖs Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP) betonte, dass „es neben der Mobilisierung der jungen Menschen und dem Erhalt der Arbeitskräfte über alle Lebens- und Karrierephasen auch eine ressortübergreifende gemeinsame Strategie braucht." Teil der Strategie soll es nicht nur sein, Langzeitarbeitslose wieder aktiv in die Arbeitsmarktpolitik einzubinden, sondern auch Arbeitskräfte aus dem Ausland zu mobilisieren. „Der Ausbau der Rot-Weiß-Rot-Karte war ein wichtiger Schritt, doch wirklich greifen kann dieser Anreiz nur, wenn die dementsprechenden Qualifikationen auch rasch anerkannt werden“, konkretisiert Eichtinger. 

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Eines der zentralen Maßnahmenfeldern ist außerdem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Die Themen Job- und Topsharing sollen die Vereinbarkeit von Beruf, Karriere und Familie erleichtern. Die Schaffung der dafür erforderlichen Rahmenbedingungen wird ein zentrales Thema der nächsten Jahre sein“, erklärt Tirols Arbeitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP). 

Erwerbstätigkeit in der Pension attraktiveren

Auch das Thema Erwerbstätigkeit in der Pension war ein Schwerpunkt bei der Landesarbeitsreferenten-Konferenz. „Arbeit muss sich lohnen und besonders, wenn man sein Fachwissen, sein Know-how, seine Arbeitskraft länger und damit in höherem Alter zur Verfügung stellen möchte“, so Eichtinger und ergänzt: „Wir haben ein Modell diskutiert, bei dem Pensionistinnen und Pensionisten keine Pensionsbeiträge abführen müssen.“ Um die Maßnahmen weiter zu diskutieren, soll es Abstimmungstermine mit Bundesminister Kocher geben.

„Der Arbeitsmarkt erweist sich erfreulicherweise als robust, braucht aber dennoch unsere volle politische Aufmerksamkeit“, betont die steirische Sozial- und Arbeitslandesrätin Doris Kampus (SPÖ), die ab Jänner 2023 den Vorsitz in der Landesarbeitsreferenten-Konferenz übernimmt. Die nächste Konferenz soll deshalb nächstes Jahr in der Steiermark stattfinden.