Reformen bei NMS. Beim ersten Zusammentreffen mit Ministerin Hammerschmid stand die Neue Mittelschule zur Diskussion.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 20. September 2016 (08:44)
NOEN, Land Steiermark
Konferenz mit der Ministerin: Stadträtin Sandra Frauenberger (Wien), Landeshauptmannstellvertreter Thomas Stelzer (Oberösterreich), Landesrätin Barbara Schwarz (NÖ), Landesrätin Bernadette Mennel (Vorarlberg), Bundesministerin Sonja Hammerschmid, Landesrätin Beate Palfrader (Tirol), Landesrätin Ursula Lackner (Steiermark), Landeshauptmann Hans Niessl (Burgenland), Landesrätin Martina Berthold (Salzburg), Landeshauptmann Peter Kaiser (Kärnten).

Es war das erste gemeinsame Zusammentreffen der Landesbildungsreferenten mit der neuen SPÖ-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid. Das Gesprächsklima soll bei der Konferenz in Graz sehr gut gewesen sein. Dennoch: Der Ministerin wurde von den Ländern ein großes Forderungspaket mitgegeben. Vor allem im Bereich der Neuen Mittelschulen (NMS).

NÖ Bildungslandesrätin Barbara Schwarz (ÖVP) zu den Forderungen: „Die sehr kompliziert gestaltete Leistungsbeurteilung mit bis zu sieben Notenstufen soll im Rahmen der kommenden Landes- und Stadtschulratspräsidentenkonferenz beraten werden. Außerdem sollen die erforderlichen Schritte für eine Aufnahme der technisch-naturwissenschaftlichen Ausbildung als Sonderform der NMS in die Wege geleitet werden.“

Zweite Lehrkraft aus höheren Schule

Natürlich ging es auch um das Teamteaching in den NMS, wo in bestimmten Fächern eine zweite Lehrkraft in der Klasse ist. Schwarz: „Wir fordern einerseits die nachhaltige Absicherung der zusätzlichen sechs Lehrer-Stunden pro Klasse. Andererseits soll es aber auch möglich sein, ausschließlich Landeslehrer im Teamteaching einzusetzen, wenn deren gemeinsamer Einsatz sinnvoll erscheint.“ Das Ministerium will, dass der zweite Lehrer aus einer höheren Schule kommt.

Ein brisanter Punkt war der Dienstpostenbereich. Da forderten die Länder, dass der Bund seine Verantwortung wahrnimmt. „Zahlreiche Umstände, wie die aktuelle Migrationsbewegung oder die Deckelung im Bereich der Sonderpädagogik, machen einen Einsatz zusätzlicher Lehrerinnen und Lehrer notwendig. Den Ländern für die anfallenden Mehrkosten die Schuld zu geben, ist daher keineswegs gerechtfertigt“, so Schwarz. Eine Lösung will man auch für die Aufnahme von Flüchtlingskindern in ein freiwilliges zehntes Schuljahr. Da fehlt eine gesetzliche Regelung.