Kopf mit heftiger interner Kritik konfrontiert. Die ÖVP ist aktuell nicht nur mit der Lobbyisten-Affäre rund um Ernst Strasser beschäftigt. Intern ist Klubobmann Karlheinz Kopf auch mit heftiger Kritik an seinem Führungsstil konfrontiert.

Erstellt am 21. März 2011 (20:10)
Laut Berichten des "Standard" und der "Salzburger Nachrichten" (Dienstag-Ausgaben) wirft der ÖVP-Abgeordnete und Raiffeisen-Generalsekretär Ferdinand Maier ihm in einem Brief unter anderem "Dilettantismus" vor. Kopf betonte am Montagabend: "Das ist eine interne Angelegenheit und das werden wir intern besprechen."

In dem Schreiben spart Maier nicht mit heftiger Rhetorik. So beschreibt er etwa den Führungsstil des Klubobmanns: "Hände falten, Gosch'n halten! G'rade sitzen, Ohren spitzen! Kopf nicht dreh'n, nur nach vorne seh'n!" Der Infrastruktursprecher ortet in mehreren Punkten "akuten Handlungsbedarf". Er kritisiert im Brief etwa ein "Führungsdilemma", ein "Kommunikationsdilemma" und ein "Transparenzdilemma". Dem Klubchef wirft er vor, "Elfenbeinpolitik" zu betreiben. Kopf sei nicht bereit, innerhalb des Klubs Debatten zu führen. Maier empfiehlt ihm deshalb, eine Arbeitsgruppe zu den kritisierten Punkten einzusetzen.

Die Wortwahl Maiers indes ist nicht neu. Ähnlich ("Hände falten, Gosch'n halten") beschrieb er bereits 2006 die interne Kommunikation unter dem damaligen Klubchef Wilhelm Molterer.