NÖ macht weitere Betten für Covid-Patienten frei. Wien und Oberösterreich wollen Kapazitäten wieder für Corona-Erkrankte freihalten und verschieben deshalb Operationen. In NÖ ist das noch nicht der Fall. Es werden aber zusätzliche Betten für Corona-Patienten freigemacht.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 28. Oktober 2020 (16:10)
Shutterstock/Gorodenkoff

Wer etwa eine Augenoperation brauchte, oder eine Hüftoperation plante, musste im Frühling warten. Um Kapazitäten in den Krankenhäusern für Corona-Patienten freizuhalten, wurden nicht notwendige und planbare Operationen verschoben. 

In zwei Bundesländern ist das nun wieder der Fall. Oberösterreich soll bereits damit begonnen haben, planbare Operationen aufzuschieben. Wien sei von einer kritischen Auslastung der Krankenhäuser zwar noch "weit entfernt", dennoch werden auch dort nicht nötige Eingriffe in den kommenden Wochen nicht durchgeführt. Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker betonte im Ö1-Interview, dass alle Bundesländer diesen Schritt gehen müssten. Denn nirgendwo stünden hunderte Intensiv-Betten bereit. 

In Niederösterreich laufen die Operationsprogramme derzeit normal, heißt es von der Landesgesundheitsagentur. Die Lage müsse aber Tag für Tag neu bewertet werden: "Natürlich werden Überlegungen im Krisenstab angestellt, welche Maßnahmen in Frage kommen, um hier weiterhin die größtmögliche Versorgung der Bevölkerung gewährleisten zu können", sagt LGA-Sprecher Bernhard Jany.

Heute habe man etwa entschieden, im Landesklinikum Melk eine zusätzliche Station für Covid-19-Patienten bereitzustellen.  An anderen Klinik-Standorten werden außerdem weitere Betten für Corona-Patienten freigeschalten. 

Insgesamt waren zuletzt 1.801 Betten in den niederösterreichischen Spitälern frei. Stationär versorgt werden 228 Covid-Patienten, 37 davon intensivmedizinisch (Zahlen: Stand 27.10.). Zum Vergleich: In der ersten Welle lag der Höchststand bei 55 Intensiv-Patienten.