Land baut Zusammenarbeit mit Aidshilfe Wien aus. Noch immer sei Angst, sich an Beratungseinrichtungen zu wenden, groß. Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig kündigt an, organisatorische und psychische Hürden abbauen zu wollen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. Dezember 2020 (15:37)
Im Gespräch: Andrea Brunner und Ulrike Königsberger-Ludwig.
Anton Heinzl

„Testen, Behandeln und Vorbeugen sind die drei wesentlichen Säulen im Kampf gegen Aids“, meint Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) anlässlich des heutigen Welt-Aids-Tages. Vor allem bei Personen in schweren Lebenslagen, wie beispielsweise Obdachlosen, sei deshalb eine zielgerichtete Testung und Betreuung besonders entscheidend, strich die Landesrätin bei einem Treffen mit der neuen Leiterin der Aidshilfe Wien, Andrea Brunner, hervor. 

„Wir möchten die Kooperation in diese Richtung enger gestalten und damit gemeinsam organisatorische wie psychische Hürden abbauen. Denn nach wie vor existieren bei Menschen ohne Obdach gewisse Schranken, sich selbst an Beratungseinrichtungen zu wenden oder testen zu lassen. Mit ihrer aufsuchenden Beratung und Testung bietet die Aidshilfe Wien jedoch ein tolles Instrument, um die vorhandenen Barrieren zu durchbrechen“, hält Königsberger-Ludwig fest.


Ein ländliches Phänomen sei die erhöhte Spät-Erkenner-Quote unter HIV-Infizierten. „Viele kommen gar nicht auf die Idee, dass sie betroffen sein könnten. Mit einer rechtzeitigen Diagnose können viele Folgen der Krankheit mittlerweile jedoch sehr gut abgefangen werden. Hier müssen wir noch mehr Bewusstsein schaffen“, ist sich die Landesrätin sicher.  

Die Aidshilfe Wien ist ein wichtiger Partner des Landes Niederösterreich und bietet einen niederschwelligen, qualitativ hochwertigen Zugang zu HIV-spezifische Gesundheit unterstützenden Angeboten.