Land NÖ und MedUni Wien kooperieren bei MedAustron. Das Land NÖ und die MedUni Wien haben am Mittwoch eine Kooperation beim Krebstherapie- und -forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt besiegelt.

Erstellt am 13. November 2013 (13:10)
Damit verbunden sind auch zwei Professuren - für Strahlenphysik und Onkotechnologie bzw. für angewandte Strahlenbiologie, sagte Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) in einem Pressegespräch. Die Kosten von je 350.000 Euro pro Jahr würden geteilt.



Mit MedAustron werde Niederösterreich in der Krebstherapie ebenso wie in der -forschung "in einer weltweiten Liga mitspielen", so Pröll. Die am Mittwoch vereinbarte Kooperation mit der MedUni Wien komplettiere neben jener mit CERN (Europäisches Kernforschungszentrum) und der TU Wien das Wissenschaftspaket bei dem Projekt.

MedAustron sei im zeitlichen Ablauf voll auf Schiene, merkte der Landeshauptmann außerdem an. Die Gebäudesubstanz sei seit Oktober 2012 praktisch fertig, bereits jetzt seien 116 Mitarbeiter in Wiener Neustadt beschäftigt. Die Investitionskosten bezeichnete Pröll als ebenfalls im Plan. "Wir werden unter 200 Millionen Euro zu liegen kommen."

Erste Patienten in Wiener Neustadt in zweiter Jahreshälfte 2015

55 Millionen davon würden auf bauliche Maßnahmen entfallen, ergänzte Klubobmann Klaus Schneeberger (ÖVP) in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Errichtungs- und Betriebsgesellschaft (EBG).

Laut Pröll ist vorgesehen, dass in der zweiten Jahreshälfte 2015 die ersten Patienten in Wiener Neustadt behandelt werden. Im MedAustron-Vollbetrieb gehe man von 24.000 Bestrahlungsvorgängen pro Jahr aus. Das wiederum werde durchschnittlich 1.200 Krebspatienten jährlich entsprechen.

Rektor Schütz sieht "Win-Win-Situation" für beide Seiten

Die Ionentherapie sei eine neue Therapieform, bei der man international am Beginn der Forschungstätigkeit stehe, sagte der Rektor der MedUni Wien, Wolfgang Schütz. Es sei daher wichtig, bei dem Projekt in Wiener Neustadt "von Anfang an dabei zu sein".

Die Krebsforschung bezeichnete er als einen Schwerpunkt der MedUni Wien seit deren Gründung. In der am Mittwoch vereinbarten Kooperation sehe er eine "Win-Win-Situation" für beide Seiten.

MedAustron sei nicht nur auf dem letzten technischen Stand, so Schneeberger. Weil man die wissenschaftliche Forschung auf Spitzenniveau implementiere, habe man sogar ein Alleinstellungsmerkmal.