Land NÖ unterzeichnete Rettungsdienstevertrag für nächste Periode. Niederösterreich wird dem Roten Kreuz und dem Arbeitersamariterbund in den kommenden zwei Jahren je acht Millionen Euro für Krankentransport und Notarztwesen zur Verfügung stellen.

Erstellt am 03. Juli 2012 (14:49)
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Der entsprechende Rettungsdienstevertrag wurde am Dienstag unterzeichnet. Die Finanzierung bleibt damit in gleicher Höhe: Von 2008 bis zum Jahresende 2012 steuerte das Land 41,5 Mio. Euro bei.

Landeshauptmann Erwin Pröll (V) sprach von einem "Signal" für die Sicherheit der Bevölkerung und zugleich einem Bekenntnis zum im Bundesland unverzichtbaren Freiwilligenwesen. Die Partnerschaft mit den Blaulichtorganisationen, die durch die Präsidenten Willi Sauer (RK) und Abg. Otto Pendl (ASBÖ) vertreten waren, sei ein sachorientiertes Miteinander. Im Rettungswesen engagieren sich laut Pröll 16.000 Ehrenamtliche, im Jahr werden 850.000 Transporte durchgeführt, 500.000 Menschen jährlich benötigen Hilfe.

Hinsichtlich der Vorgabe, binnen einer Viertelstunde am Einsatzort zu sein, rangiere das Notarztwesen im Flächenbundesland im internationalen Spitzenfeld: Ein Notarzt sei im Durchschnitt in 12,4 Minuten an Ort und Stelle, die Rettung in 10,4 Minuten, erläuterte LHStv. Wolfgang Sobotka (V) und verwies auf Effizienz und kostengünstige Strukturen. So seien Doppelgleisigkeiten sukzessive abgebaut und die Zusammenarbeit mit den Landeskliniken verbessert worden.

Zum "Jubel" der Gebietskrankenkasse (GKK) über ihr gutes Ergebnis merkte der Finanzreferent kritisch an, dass dem Notarztwesen 1,5 Mio. Euro entzogen worden seien: Von 39.367 Notarzteinsätzen im Vorjahr zahle die GKK nur ein Drittel. Als Beispiele nannte Sobotka eine erfolglose Reanimation nach einem Badeunfall oder die rasche Behandlung einer Allergie nach einem Bienenstich ohne anschließenden Transport.