Landbauer wettert – Waldhäusl bleibt stumm. Während der NÖ-Parteichef Udo Landbauer keinen Machtkampf ortet, gibt sich der blaue Landesrat Gottfried Waldhäusl ungewohnt wortkarg.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 28. April 2021 (04:51)

Auch wenn die Spitze der FPÖ-Bundespartei am Wochenende beim Parteitag der Wiener Freiheitlichen Geschlossenheit demonstrieren wollte: In den letzten Wochen war ein Machtkampf zwischen dem blauen Bundesparteiobmann Norbert Hofer und FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl entbrannt. Hauptstreitpunkt war die Frage, ob die FPÖ-Abgeordneten im Nationalrat Masken tragen müssten.

Hofer war dafür, Kickl weigerte sich strikt. Beim Wiener Parteitag, der mit 400 Delegierten physisch unter Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen mit Abstand und Maskenpflicht in der Messe Wien stattfand, trug auch Herbert Kickl einen Mundschutz und brachte damit gleich eine Botschaft unters Volk: „Kurz muss weg“.

Doch wie sieht die FPÖ in Niederösterreich diesen Zwist? Landesrat Gottfried Waldhäusl war zu diesem Thema ungewohnt wortkarg und wollte keinen Kommentar abgeben.

Für FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer gibt es den „medial herbeigesehnten und immer wieder mit Nachdruck heraufbeschworenen Machtkampf in der FPÖ nicht“. Vielmehr kritisiert er Türkis-Grün. Noch nie habe eine Regierung mit Beihilfe der politischen Verantwortlichen in den Ländern verfassungsmäßig garantierte Grundrechte derart mit Füßen getreten, wettert Landbauer. Auch was eine Rückkehr von Strache betrifft, ist er auf Parteilinie. Die komme für ihn nicht in Frage.