NÖ-FPÖ-Parteitag am 30. Juni, Rosenkranz tritt an. Partei-General Hafenecker bestätigt: Blauer Landesobmann kandidiert wieder. Udo Landbauer wird beim FPÖ-Landesparteitag in Wiener Neustadt erwartet.

Erstellt am 06. Juni 2018 (14:06)
Walter Rosenkranz
Marschik

Der bisherige Landesobmann der Freiheitlichen in Niederösterreich, Walter Rosenkranz, stellt sich Ende Juni der Wiederwahl. Das bestätigte Niederösterreichs scheidender FPÖ-Landesparteisekretär Christian Hafenecker, der im Mai zum Generalsekretär der Bundespartei aufgerückt ist, auf Anfrage der NÖN. Der FPÖ-Landesparteitag ist für 30. Juni in der Arena Nova in Wiener Neustadt fixiert.

Rosenkranz (55) ist seit Juni 2013 niederösterreichischer FPÖ-Landeschef. Damals wurde er mit 65 Prozent der Delegiertenstimmen zum Landesobmann gewählt, im Jahr 2015 wurde er dann in dieser Funktion mit 90 Prozent der Stimmen der freiheitlichen Delegierten bei einem Landesparteitag bestätigt.

Der Jurist aus Krems ist seit Oktober 2008 im Nationalrat. Er ist im Spätherbst des Vorjahres zum Klubobmann des FPÖ-Parlamentsklubs aufgestiegen.

Nach St. Pölten und Biedermannsdorf wurde Wiener Neustadt heuer nicht zufällig als Tagungsort des Landesparteitages der niederösterreichischen Freiheitlichen ausgewählt. Laut Hafenecker hänge das auch damit zusammen, dass es in Wiener Neustadt das beste Ergebnis bei der Landtagswahl am 28. Jänner dieses Jahres gegeben habe.

Kommt Landbauer? „Davon ist auszugehen“

Die blaue Landesspitze rechnet damit, dass auch der damalige Spitzenkandidat der FPÖ bei der Landtagswahl, Udo Landbauer, am 30. Juni zum Landesparteitag in die Arena Nova kommen wird. „Davon ist auszugehen“, erklärte Hafenecker der NÖN.

Landbauer kommt aus Wiener Neustadt. Er hat nach der Affäre um die Liederbuch-Affäre der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt, deren Vizechef er war, nach geschlagener Wahl unter Druck von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) auf den freiheitlichen Sitz in der Landesregierung verzichtet.

Eine Rückkehr Landbauers in die Politik ist von der FPÖ allerdings nicht ausgeschlossen worden. Dies vor allem deshalb, weil Landbauer in dem Verfahren um antisemitische Texte im Liederbuch - die Ermittlungen laufen noch - nur als Zeuge und nicht als Beschuldigter geführt worden ist. Den FPÖ-Sitz in der Landesregierung hat inzwischen Ex-Klubobmann Gottfried Waldhäusl eingenommen.