Abschied als Landesrat: Androsch zog Bilanz. Morgen, Donnerstag, wird SP-Landesrat Maurice Androsch aus seinem Amt scheiden und an SPNÖ-Chef Franz Schnabl übergeben.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 20. September 2017 (13:26)
Herbert Käfer (SPÖ NÖ)
Gesundheitslandesrat Maurice Androsch. Foto: Herbert Käfer (SPÖ NÖ)

Es sei eine „pragmatische Entscheidung“ gewesen, betonte SP-Landesrat Maurice Androsch bei seiner Abschieds-Pressekonferenz am vorletzten Tag seiner Amtsperiode als Landesrat. Aus dem Amt gedrängt fühle er sich nicht, betonte der 47-Jährige auf Nachfrage von Journalisten.

„Breite Palette“ an Themen

1.612 Tage war Androsch im Amt und hat somit Regierungsverantwortung getragen. Es sei eine „breite Palette“ an Aufgabengebieten gewesen, die er in den vergangenen 4,5 Jahren verantwortet hatte, so Androsch.

Androsch war für die Themen Gesundheit, Soziales, Asyl, Kinder- und Jugendhilfe und Tierschutz zuständig. Die größten Herausforderungen seien für ihn das Asyl- und das Rettungswesen gewesen. Die Ereignisse um den Wilderer von Annaberg und die Asylproblematik in den Jahren 2015/16 bezeichnete er als jene, die am meisten Anspannung in ihm hervorgerufen hätten.

Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“

Mit dem Regierungspartner ÖVP habe es in Niederösterreich „heftige Auseinandersetzungen“ gegeben - nicht zuletzt in der Debatte um die Bedarfsorientierte Mindestsicherung -, aber stets eine Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“. „Es waren 4,5 erfolgreiche Jahre“, so Androsch abschließend.

Androsch steht auf dem zweiten Platz der SP-Landesliste für die Nationalratswahl am 15. Oktober und wird somit nach der Wahl ins Parlament wechseln. Dort wolle er „Niederösterreich hochhalten“ und Themen wie die Waldviertelautobahn, die Franz-Josefs-Bahn und auch den elektronischen Impfpass forcieren.