Landesrätin pocht auf "völlig unbelasteten Schulbetrieb"

Erstellt am 12. August 2022 | 11:08
Lesezeit: 3 Min
Schule Klasse Symbolbild
Am 5. September kehren die Kinder und Jugendlichen in die Klassen zurück. Tests und Masken sollen sie im neuen Jahr, wenn es nach der NÖ-Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister geht, nicht begleiten.
Foto: ESB Professional/Shutterstock.com
Keine Tests, keine Maskenpflicht: Geht es nach Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) sollte das Schuljahr im September ohne Corona-Einschränkungen starten. Ob infizierte Lehrpersonen an Pflichtschulen unterrichten werden, ist noch nicht entschieden.
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Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) will am 29. August Lehrer, Schüler und Eltern über die konkreten Corona-Maßnahmen zu Beginn des neuen Schuljahrs informieren. Zurzeit deutet alles darauf hin, als würde das Jahr ohne Corona-Einschränkungen beginnen. Auch die NÖ-Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) setzt sich für einen „völlig unbelasteten Schulbetrieb“ ein.

Christiane Teschl-Hofmeister
Christiane Teschl-Hofmeister
Foto: Josef Herfert

Konkret bedeutet das, dass es im bereits vierten Corona-Schuljahr laut Teschl-Hofmeister aus aktueller Sicht keine Test- oder Maskenpflicht geben sollte. Vorstellbar sind diese Maßnahmen für sie nur individuell, etwa wenn es in einer Klasse Verdachtsfälle gibt. Gleichzeitig pocht die Politikerin auf Eigenverantwortung der Eltern. Sie sollten ihre Kinder selbst testen, wenn sie sich infiziert haben könnten. Wenn eine neue Virusvariante die Situation verändere, könne man reagieren und die Regeln rasch verändern, blickt die Politikerin voraus.

Die Schleckertests haben ausgedient

In Kindergarten ist das Testen ebenfalls Geschichte. Schleckertests gibt es dort keine mehr, bestätigt Teschl-Hofmeister. Vom Bund werden diese nicht mehr finanziert. Sie selbst anzukaufen, hält man im Land aktuell für nicht nötig. Was man hierzulande allerdings schon für notwendig erachtet, sind strengere Quarantäne-Bestimmungen: Symptomlose infizierte Pädagoginnen und Pädagogen sollen in Kindergärten zwar arbeiten können, allerdings nicht im Kontakt mit den Kindern. Stattdessen sollen sie die Zeit nutzen, um Vorbereitungen oder Administratives zu erledigen.

Wie das für Lehrerinnen und Lehrer im Landesdienst geregelt sein wird, ist weiter offen. Polaschek kündigte bereits an, dass infizierte Lehrpersonen an Bundesschulen, wenn sie sich nicht krank fühlen, arbeiten gehen sollen. Ob das auch für das Personal an Pflichtschulen gilt, für die das Land zuständig ist, ist noch nicht entschieden. Teschl-Hofmeister will sich dazu noch mit den anderen Bundesländern abstimmen, um eine möglichst einheitliche Regelung schaffen zu können.