Pflanzenschutzmittel: ÖVP-Antrag löst Debatte aus. Für Notsituationen sollen Schutzmittel in der heimischen Landwirtschaft erlaubt werden.

Von Martin Möser. Erstellt am 20. November 2018 (01:00)
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Symbolbild

Ein Initiativantrag der ÖVP NÖ in der kommenden Landtagssitzung betreffend „Notfallzulassungen zur Sicherung der heimischen Lebensmittelversorgung“ sorgt bei den Grünen und der SPÖ für Diskussion — sie sind dagegen.

Als Grund für den Antrag gilt die anhaltende Trockenheit und Dürre der vergangenen Monate. Diese haben zu einem sehr hohen Schädlingsbefall und damit zu Ernteausfällen geführt. Die ÖVP verweist dabei auf eine EU-Vorschrift, die vorsieht, dass wettbewerbsrelevante Wirkstoffe wie Imidacloprid bei Notsituationen erlaubt sind.

Für die SPÖ NÖ gilt dieser Schritt als höchst gefährlich. „Es gibt triftige Gründe, warum diese Giftstoffe verboten sind“, heißt es von SP-Umweltsprecher Günther Sidl. Die Grünen verweisen dabei auf den Bienenschutz und das dementsprechende Verbot von solchen Schutzmitteln.