„Keine Rede von Doppelgleisigkeit“ . Die von der VPNÖ und FPNÖ geplante Auflösung der IV-Familie stößt auf Kritik.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 23. Mai 2018 (01:38)
Josef Grubner, Präsident derIV-Familie.
Zarl

„Ein schweren Schlag für die Familienpolitik“, sagt SPNÖ-Familiensprecherin Kerstin Suchan-Mayr. Der „enttäuschend als auch völlig unverständlich ist“, kommentiert Ursula Kovar, Vorsitzende des NÖ Katholischen Familienverbandes. Von vielen Seiten hagelte es Kritik, als die VPNÖ in der jüngsten Landtagssitzung mit der Zustimmung der FPNÖ die Auflösung der Interessensvertretung NÖ-Familien (IV-Familie) beschloss.

Anstelle der seit 1983 bestehenden IV-Familie soll die 2013 gegründete NÖ Familienland GmbH zur Anlaufstelle für alle Anliegen der Familien werden. Doppelgleisigkeiten im Sinne der Deregulierung und Entbürokratisierung sollen damit beseitigt werden, erklärt VPNÖ-Familiensprecherin Doris Schmidl.

„Die Familienland GmbH wurde vom Land NÖ gegründet und ist weisungsgebunden. Die IV-Familie ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts und hat somit die Möglichkeit, unabhängig zu agieren. Das ist ein haushoher Unterschied, weshalb von Doppelgleisigkeit keine Rede sein kann“, so Josef Grubner, Präsident der IV-Familie und seit kurzem Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich, das er im NÖ Landtag verliehen bekam.

Eine Rückkehr an den Verhandlungstisch werde es, entgegen der Forderung von einigen Seiten, nicht geben. „Die Auflösung bedeutet nicht das Ende der Zusammenarbeit zwischen Land und Familienorganisationen, sondern eine neue Form der Zusammenarbeit“, kommt es vonseiten der VPNÖ.