Zusammensetzung des NÖ Landtages: So werden die Mandate verteilt

Erstellt am 24. Jänner 2023 | 17:00
Lesezeit: 2 Min
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Im Landtag sitzen insgesamt 56 Abgeordnete. Wer tatsächlich ein Mandat erhält, entscheidet sich in einem zweistufigen Ermittlungsverfahren.
Foto: Erich Marschik
56 Mandate werden am 29. Jänner vergeben. Die NÖN zeigt wie.
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Direkt- und Grundmandat, Landesliste und Wahlkreis. Über diese Begriffe wird im Vorfeld der Landtagswahl am 29. Jänner intensiv diskutiert. Doch was bedeuten sie genau? Und wie entscheidet sich, wer ein Mandat bekommt?

Zu verteilen sind bei der Landtagswahl insgesamt 56 Mandate. Im ersten Ermittlungsverfahren werden auf Wahlkreis-Ebene die Direktmandate ermittelt. 26 waren es vor fünf Jahren, davon gingen 19 an die ÖVP und sieben an die SPÖ. FPÖ, Grüne und NEOS schafften kein Direktmandat.

Die Anzahl der Direktmandate pro Wahlkreis berechnet sich aufgrund der Einwohnerzahl. Die meisten – also sechs – stehen St. Pölten zur Verfügung, dem mit 141.269 Wahlberechtigten einwohnerstärksten Wahlkreis. Tatsächlich erhielt St. Pölten vor fünf Jahren aber nur drei Direktmandate. Die Erklärung dafür liegt in der Wahlzahl: Die berechnet sich auf Basis der abgegebenen Stimmen – 2018 waren 15.003 Stimmen in St. Pölten für ein Direktmandat notwendig. Zwei gingen an die ÖVP (44.600 Stimmen – es fehlten also nur 403 Stimmen auf das dritte Direktmandat), eines an die SPÖ (25.910 Stimmen). Die drei nicht vergebenen Direktmandate fielen in den Landeslisten-Topf.

Für den kleinsten Wahlkreis, Lilienfeld mit 19.594 Wahlberechtigten, ist ein Direktmandat außer Reichweite, obwohl hier 2018 bereits 10.051 Stimmen gereicht hätten – die ÖVP kam als stärkste Partei auf 7.710 Stimmen, auf das Direktmandat fehlten also 2.341 Stimmen.

Im zweiten Ermittlungsverfahren werden die Mandate nach dem D’Hondtschen Verfahren gemäß der Stärke der Parteien über die jeweilige Landesliste besetzt – 2018 wurden so 30 Mandate vergeben.

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