Neumann-Hartberger ist neue Bundesbäuerin. Die Wiener Neustädterin Irene Neumann-Hartberger vertritt nun die Bäuerinnen in Österreich. Bisher war sie stellvertretende Bundesbäuerin.

Von NÖN Redaktion. Update am 20. April 2021 (15:26)
Gratulationen an die neue Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger gab es von Bauernbund-Obmann Stephan Pernkopf und Bauernbund-Direktor Paul Nemecek.
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Die neue Bundesbäuerin kommt aus Niederösterreich: Die 46-jährige Nationalratsabgeordnete Irene Neumann-Hartberger wurde gestern in diese Funktion gewählt. Zuvor war sie bereits Stellvertreterin der scheidenden Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann aus Vorarlberg.

Neumann-Hartberger betreibt mit ihrem Mann und Sohn seit 1995 einen Milchviehbetrieb mit 80 Rindern. Als Landeskammerrätin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich und Abgeordnete zum Nationalrat vertritt sie die bäuerlichen Interessen im Bund und Land. 

Herzensanliegen ihrer politischen Arbeit sind die Entwicklung des ländlichen Raums und Innovationen in der Landwirtschaft. „Neue Ideen von Vermarktung bis zu touristischen Konzepten und Bewusstseinsbildung werden in Zukunft noch wichtiger sein, um ein entsprechendes Einkommen zu erwirtschaften“, sagt die Wiener Neustädterin, die seit 2015 Landesbäuerin ist.

In ihren Ansprüchen an einen attraktiven Lebensraum unterscheiden sich Bäuerinnen und Bauern im ländlichen Raum nicht vom Rest der Gesellschaft, betont Neumann-Hartberger. „Das heißt, dass wir genauso eine flexible Kinderbetreuung, gute Schulen, Infrastruktur und Nahversorgung benötigen. Ebenso bewegt uns besonders das Thema Pflege, da nachweislich am Land und vor allem auf den bäuerlichen Betrieben pflegebedürftige Angehörige noch im Familienverband versorgt werden. Hier braucht es ausreichend flexible Unterstützung durch Fachpersonal und ein leistbares Angebot an Pflegeplätzen. Das alles sind Punkte, die wir im Sinne einer positiven Entwicklung im Auge behalten müssen“, meint sie.

„Niederösterreicherin mit viel Wissen und gutem Netzwerk“

Gratulationen zur Wahl gab es von der Bauernbund-Spitze: „Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg und auf die weitere Zusammenarbeit. Mit Irene Neumann-Hartberger gewinnen die Bäuerinnen nicht nur eine ideale Besetzung der Bundesbäuerin, sondern Österreichs Landwirtschaft eine starke Persönlichkeit zur Interessensvertretung. Als Bäuerin und als Mutter kennt sie die heutigen Herausforderungen im ländlichen Raum genau und bringt damit Expertise und Erfahrung in ihre Arbeit ein", sagen Bauernbund-Obmann Stephan Pernkopf und Bauernbund-Direktor Paul Nemecek. 

Auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gratulierte. „Mit Irene Neumann-Hartberger bekommen die Bäuerinnen Österreichs eine sehr kompetente Landwirtin als Vorsitzende, die einerseits als Landesbäuerin und andererseits als Nationalratsabgeordnete auf ein breites Wissen und ein gutes Netzwerk setzen kann, um die Bedürfnisse der Landwirtinnen unseres Landes bestens zu vertreten. Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, unsere Bäuerinnen bestens vertreten zu wissen. Umso erfreulicher, dass mit Irene Neumann-Hartberger eine Niederösterreicherin an der Spitze steht“, lobte Mikl-Leitner in einer Aussendung am Dienstag.