Schulessen: Niederösterreich auf Platz drei. Die Umweltorganisation Greenpeace hat ein Bundesländer-Ranking zum Essen in Kindergärten und Schulen veröffentlicht. In Wien ist die Verpflegung demnach im Durchschnitt am gesündesten und umweltfreundlichsten.

Erstellt am 28. Mai 2018 (06:46)
APA
Das gesündeste Essen gibt es in Wien

Wie hoch ist der Bio-Lebensmittelanteil? Wieviel wird aus der Region angeboten? Wie hoch ist der Fleischanteil? Nach diesen Kriterien wurde das Essen in Kindergärten und Schulen in Österreich bewertet. Die Umweltorganisation Greenpeace hat nun das Ergebnis bekanntgegeben: Wien liegt in dieser Reihung klar voran, Niederösterreich ist gemeinsam mit Kärnten auf dem dritten Platz.

Das österreichische Recht erlaubt es, dass Landesregierung entscheidend mitreden, was in Kindergärten und Schulen in jeweiligen Bundesland für die Kinder auf den Tisch kommt. In der jetzigen Untersuchung lag Wien mit großem Abstand vor Oberösterreich. Dahinter rangieren gleichauf Niederösterreich und Kärnten. Auf Platz fünf folgen gleichauf Salzburg und Vorarlberg. Platz sieben geht an die Steiermark. Den letzten Platz in dieser Untersuchung teilen sich das Burgenland und Tirol.

Landeshauptleute sollen verbindliche Vorgaben erlassen

Laut Greenpeace hat die Untersuchung gezeigt, dass kein Bundesland die Möglichkeiten hochwertiger Lebensmittel voll ausschöpft. Nur Wien habe bei allen drei untersuchten Kriterien – Bio-Lebensmittel, regionale Produkte und weniger, aber dafür besseres Fleisch – bereits entscheidende Schritte gemacht. Greenpeace verlangt daher von den Landeshauptleuten verbindliche Vorgaben für gesundes und umweltfreundliches Mittagessen in den Kindergärten und Schulen.

Wien kam übrigens auf 40 Prozent Bioanteil in den öffentlichen Pflichtschulen, in den Kindergärten waren es im Durchschnitt 50 Prozent Bio-Anteil. Wien war auch besonders um ein regionales Angebot und Alternativen zu Fleischspeisen bemüht.