Landesfeiertag: Zum Auftakt ins Stift Klosterneuburg. „Eine gute Tradition“ sei es, dass man Niederösterreichs Landesfeiertag im Klosterneuburger Stift beginne.

Von Michaela Fleck und APA, Redaktion. Erstellt am 15. November 2019 (15:09)
Präsentierten das Projekt „Skriptorienforschung im Niederösterreich des 12. Jahrhunderts“: Martin Haltrich, Bibliothekar des Stiftes Klosterneuburg, Markus Seidl (FH St. Pölten), Propst Bernhard Backovsky, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wirtschaftsdirektor Andreas Gahleitner (von links nach rechts).
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Meinte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner heute, Freitag, Vormittag. Und stellte am Namenstag des Landespratrons und Stiftgründers auch gleich die beiden jüngsten Forschungsprojekte vor.

Erst das (Presse-)Frühstück in der Stiftsbibliothek, dann die Heilige Messe in der Stiftskirche und danach noch der traditionelle Leopoldi-Segen aus Klosterneuburg – so begann Niederösterreichs Landeshauptfrau den diesjährigen Landesfeiertag, bevor man sich heute, Freitag, Abend noch zur ebenfalls traditionellen Leopold-Festveranstaltung im St. Pöltner Festspielhaus traf.

"Hier werden handschriftliche Werke aus dem Mittelalter digitalisiert und analysiert"

Das Stift Klosterneuburg sei nicht nur „ein Ort der Begegnung“, sondern habe auch „eine große geschichtliche, kulturelle und wissenschaftliche Tradition“, hielt Johanna Mikl-Leitner in ihrer Stellungnahme fest. Das Stift sei „ein wichtiger Teil unserer Forschungspolitik“, zumal Klosterneuburg mit dem Stift und vor allem auch dem IST Austria „ein wichtiger Forschungsknotenpunkt“ sei. Dazu wurden auch zwei konkrete Forschungsprojekte näher vorgestellt.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Propst Bernhard Backovsky beim Auftakt zu den Leopoldi-Feiern im Stift Klosterneuburg.
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Zunächst das Projekt „Kloster Musik Sammlungen“, das kurz vor der Fertigstellung steht und die Musiksammlungen der Stifte Klosterneuburg, Göttweig sowie Melk untersucht und digitalisiert. Weiters das Projekt „Skriptorien-Forschung im Niederösterreich des 12. Jahrhunderts“. „Hier werden handschriftliche Werke aus dem Mittelalter digitalisiert und analysiert“, so Mikl-Leitner: „Auch die FH St. Pölten bringt hier ihr Know-How ein“. Seitens des Landes wird das Projekt durch das FTI-Programm mit rund 200.000 Euro gefördert.

„Ein herzliches Willkommen am Landesfeiertag“ sagte auch Klosterneuburgs Propst Backovsky in seinen Worten. Er erinnerte an den Heiligen Leopold als Landespatron und Gründer des Stiftes Klosterneuburg: „Wir wollen den Festtag des Heiligen Leopold in entsprechender Würde begehen.“ Der traditionelle Gottesdienst wurde heuer von Generalabt Propst Johann Holzinger vom Stift St. Florian zelebriert, so Backovsky.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Propst Bernhard Backovsky beim Auftakt zu den Leopoldi-Feiern im Stift Klosterneuburg.
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Das Stift Klosterneuburg verstehe sich „seit Jahrhunderten als Ort des Wissens und Ort der Forschung“, betonte der Wirtschaftsdirektor des Stiftes, Andreas Gahleitner. Die Stiftsbibliothek verfüge über rund 270.000 Bände, Herzstück seien die über 1.200 Handschriften. Das neue Forschungsprojekt rund um die Skriptorienforschung verfolge eine transdisziplinäre Herangehensweise, hier würden Geisteswissenschaftler mit Technikern und Programmierern eng zusammenarbeiten.