Schulen: Zwei Drittel der Laptops und Tablets bisher ausgeliefert

Erstellt am 13. Juni 2022 | 12:00
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Lernen am Laptop Schule Symbolbild
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Foto: insta_photos/Shutterstock.com
Rund 10.500 Kinder und Jugendliche warten in Niederösterreich noch auf die Geräte, mit denen die Schülerinnen und Schüler vom Bildungsministerium ausstatten werden. Ab September brauchen sie die Computer für das neue Pflicht-Fach "Digitale Grundbildung".
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Fehlende technische Geräte, nur ein Laptop für drei Geschwister und unterschiedliche Systeme - das war gestern: Das Bildungsministerium verkündete 2020, dass künftig alle Schülerinnen und Schüler eigene technische Geräte bekommen sollen.

Der Bund schaffte dazu Laptops und Tablets an, mit denen 93 Prozent der Schulen in Niederösterreich ausgestattet werden. Die Eltern sollen pro Gerät einen Selbstbehalt von rund 100 Euro bezahlen. Für jene, die sich das nicht leisten können, gibt es eine Förderung. 

Heuras Teschl Digitalisierung
Foto: NLK/Filzwieser

Mit der Auslieferung der Geräte wurde im Herbst begonnen - vorerst an  Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Schulstufe. Manche Kinder sowie auch Lehrerinnen und Lehrer müssen aber weiter auf ihre Geräte warten: Insgesamt werden in Niederösterreich 34.000 Geräte verteilt.

Bisher wurden 23.500 Laptops und Tablets ausgeliefert. "Es fehlen noch die Windows-Tablets", sagte Bildungsdirektor Johann Heuras bei einer Pressekonferenz.

Ein Schulstandort konnte sich jeweils für ein bestimmtes Modell entscheiden. Diese Tablets seien zurzeit nicht erhältlich. Wenige Stunden nach der Pressekonferenz dürfte eine Lösung verkündet worden sein. Die Schulen, die bisher keine bekommen haben, sollen höherwertige Tablets noch in diesem Schuljahr bekommen. Die Schülerinnen und Schüler ihre dann im September.

Genügend Lehrpersonen für "Digitale Grundbildung"

Ab Herbst brauchen dann schließlich alle ihre Geräte. Der Gegenstand "Digitale Grundbildung" wird in Mittelschulen, AHS und ASO verpflichtend. Heuras und Teschl-Hofmeister wiesen in den vergangenen Monaten immer wieder auf den akuten Lehrer-Mangel hin.

Was das neue Fach betrifft, hat der Bildungsdirektor aber kaum Bedenken: Er geht davon aus, dass genügend Lehrkräfte zur Verfügung stehen, die Wissen und Fertigkeiten rund um Neue Medien, Quellen-Überprüfung und Co. vermitteln können. In den nächsten Jahr solle dann auch ein eigenes Studium dafür starten.

Teschl-Hofmeister nimmt Eltern in die Pflicht

Damit die Geräte auch in den anderen Fächern pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden, gebe es Fortbildungen, meinte Heuras. In Niederösterreich sei eine Weiterbildung über Digitale Grundbildung für Berufseinsteiger verpflichtend. Teschl-Hofmeister rief zudem die Eltern auf, sich damit auseinanderzusetzen und ihre Kinder im Umgang mit den technischen Geräten zu unterstützen. 

Über IT-Probleme brauche sich niemand Sorgen machen, betonte das Duo. Zusätzlich zu den 70 IT-Koordinatoren gebe es drei Spezialisten pro Bildungsregion, die den Lehrerinnen und Lehrern unter die Arme greifen können.