Lopatka gegen Schließung von Botschaften. ÖVP-Außenamts-Staatssekretär Lopatka hat seinem Regierungskollegen Andreas Schieder in Sachen Zusammenlegung von Botschaften eine Absage erteilt.

Erstellt am 13. Juli 2013 (17:39)

"Das wäre eine Schwächung unserer Interessen, vor allem der wirtschaftlichen", sagte er dem "Kurier". Auslandsvertretungen mit anderen EU-Ländern zusammenzulegen oder in EU-Staaten zu schließen, böte aus seiner Sicht "kein Einsparungspotenzial". Finanzstaatssekretär Schieder hatte sich demgegenüber im "Kurier" für eine "ernsthafte Strukturreform bei Botschaften" ausgesprochen. Lopatka sagte dazu ganz im Gegenteil: "Ich zerbreche mir den Kopf, wie wir Botschaften in aufstrebenden Wirtschaftsländern, wie etwa in Afrika südlich der Sahara, neu errichten oder ausbauen können." Botschaften in EU-Staaten seien wiederum wichtig, "um Entscheidungen in Brüssel vorzubereiten und Absprachen zu treffen".