Politische Randnotizen der Woche 31/2017. Martin Gebhart über Twitter-Ärger bei SPÖ und Unterschriften für Roland Düringer.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 01. August 2017 (02:21)
Karl Stadler
Martin Gebhart

Ärger über Niedermühlbichler .

Die Turbulenzen innerhalb der SPÖ-Bundesorganisation werden heftig diskutiert. Vor allem auch, dass sich Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler mit dem ehemaligen Haider-Mitstreiter Stefan Petzner immer wieder trifft und dieser sogar als Strategieberater gehandelt wird. In Niederösterreich sorgt dazu ein Pressemann der NÖ Arbeiterkammer mit seiner Reaktion auf Twitter für Debatten. Sein Tweet: „Ich hab mir das jetzt eine ganze lange Woche überlegt. @GNiederm soll zurücktreten. Freundschaft.“

Kern
Roland Düringer und Walter Naderer im Cinema Paradiso.

Düringer wirbt um Unterschriften .

Eigentlich wollte Kabarettist Roland Düringer in seinem Heimatbezirk St. Pölten auf dem Rathausplatz um Unterschriften für das Nationalratswahlprojekt „Gilt“ werben. Der Regen ließ ihm dann aber im Cinema Paradiso Zuflucht suchen. Allein in NÖ benötigt er 500 Unterschriften, um am 15. Oktober mit seiner Liste antreten zu können. Sein Unterstützer ist dabei der fraktionslose Landtagsabgeordnete Walter Naderer . Diese hilft Düringer zwar, will aber selbst nicht nicht dafür kandidieren. Düringer selbst wäre zwar Spitzenkandidat, falls die Unterschriften erreicht werden, würde aber selbst nicht ins Parlament einziehen. Für Naderer ist derzeit „Gilt“ auch kein Projekt für die Landtagswahl 2018.

privat
Weinkönigin Christina Hugl trat vor wenigen Tagen der VP-Frauenorganisation in NÖ bei.

Weinkönigin bei „Wir Niederösterreicherinnen“ .

„Christina Hugl ist eine engagierte junge Frau, die die Anliegen junger Menschen im ländlichen Raum kennt.“ Mit diesen Worten begrüßte Landesrätin Petra Bohuslav als Landesleiterin der VP-Frauenorganisation „Wir Niederösterreicherinnen“ vor wenigen Tagen die Weinkönigin Christina Hugl in ihren Reihen. Sie zeigte sich besonders stolz, dass sie aus dem Bauerbund nun „königliche Verstärkung“ erhält.

Grüne Reaktion auf Peter Pilz .

Relativ emotionslos hat die Klubobfrau der NÖ Grünen, Helga Krismer , die neue Liste des ehemaligen Grünen-Mitstreiters Peter Pilz zur Kenntnis genommen. Weder schmerze noch ärgere es sie, dass man nun bei der Nationalratswahl am 15. Oktober Konkurrenz aus dem Inneren heraus erhalten habe. Krismer: „Für Peter Pilz wäre die Welt auf Platz 4 der Grünen Liste in Ordnung gewesen. Jetzt hat er eine Liste mit Abgeordneten, die auch abgewählt wurden. Es ist, wie es ist.“ Und dass die Grünen wegen Peter Pilz abstürzen könnten. „Vor Wochen wurde auch ein Absturz der ÖVP prognostiziert. Schauen wir uns daher den Zieleinlauf am 15. Oktober an“, so Helga Krismer.

An 245.000 Türen klopfen .

Auch in Zeiten der sozialen Netzwerke setzt die SPÖ wieder auf das altbewährte Mittel der Hausbesuche. Landesparteivorsitzender Franz Schnabl hat ausgegeben, dass bis zur Nationalratswahl am 15. Oktober Freiwillige an 245.000 Türen in ganz NÖ klopfen, um für Kanzler Christian Kern und die NÖ Spitzenkandidatin, Ministerin Sonja Hammerschmid , zu werben. Schnabl: „Der persönliche Kontakt ist durch nichts zu ersetzen.“ Als kleines Wahlgeschenk gibt es übrigens neben Autogrammkarten vom Kanzler auch Kürbiskerne mit dem Slogan „Der Kern kann es“.