Massentests in NÖ: Pro Bezirk eine Teststation. In drei Pilotdurchgängen wird in NÖ ab 5. Dezember getestet. Die Massentests in den Gemeinden sollen in der Woche vor Weihnachten stattfinden. Im neuen Jahr sind weitere Tests geplant.

Von Lisa Röhrer und APA . Erstellt am 25. November 2020 (14:22)
APA (Symbolbild/dpa)

Nach einer Lagebesprechung von Politik, Bundesheer und Gesundheitsbehörden gibt es erste Informationen zum Ablauf der Massentests in Niederösterreich: Pro Bezirk und Magistrat soll es in Niederösterreich mindestens eine Teststation geben, an der die Antigentests durchgeführt werden. "Die Tests werden in Sälen und Hallen stattfinden", informiert Militärkommandant Martin Jawurek. Beispiele für Standorte sind etwa das VAZ St. Pölten, der Stadtsaal Zwettl oder die Österreichhallen in Krems. 

Drei Pilotdurchgänge, weitere Tests im neuen Jahr

Geplant sind drei Pilotdurchgänge: Der Startschuss fällt am 5. und 6. Dezember. Da werden die Pädagoginnen und Pädagogen sowie gewisse Berufe der Sozialen Dienste wie etwa "Essen auf Rädern" getestet. Am 7., 8. und 9. Dezember folgen Testungen für die Polizei, dann kommenden Gemeinden mit hoher Inzidenz. "Aufbauend auf den Erfahrungen der ersten Testreihen Anfang Dezember soll in der Woche vor Weihnachten ein Massentest in den Gemeinden erfolgen. Zudem soll zu Beginn des Neuen Jahres ein zweiter Massentest im ganzen Land durchgeführt werden. Die Vorbereitungen dazu sind im Laufen", heißt es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Mit der Abwicklung der Testreihe wurde seitens der Bundesregierung das Bundesheer betraut. 

Abhängig von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten rechnet das Heer mit einem Personalaufwand von fünf bis zehn Leuten. "Auch mit der Feuerwehr, dem Roten Kreuz und anderen Blaulichtorganisationen sind wir natürlich schon in Kontakt," hielt Jawurek fest.

Menschenansammlungen sollen vermieden werden

Betont wird nach der Lagebesprechung, dass bei diesen Antigen-Testungen Warteschlangen und Massenansammlungen vermieden werden sollen. Ein elektronisches Terminbuchungssystem soll dabei helfen. Niederösterreich will außerdem am Contact Tracing festhalten.

Teilgenommen haben an der Lagebesprechung Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Landesmilitärkommandant Martin Jawurek, Geschäftsführer "Notruf 144" Christof Constantin Chwojka, Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner sowie Vertreter der Bezirke und Gemeinden.

Die NÖ-Politiker befürworten das Vorhaben: „Die von der Bundesregierung angekündigten Tests dienen der Kontrolle des Infektionsgeschehens und damit zum Schutz der Gesundheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Sie helfen uns damit im Kampf gegen die Corona-Pandemie", sagt Pernkopf. Auch Königsberger-Ludwig ist von der Sinnhaftigkeit der Tests überzeugt: "Für mich sind die Massentests eine gute Ergänzung zu den laufenden gesundheitsbehördlichen Testungen und eine weitere Möglichkeit, einen zusätzlichen und wichtigen Einblick ins Infektionsgeschehen zu erhalten."