Umweltfreundliche Mobilität in NÖ. Das Land Niederösterreich stellt ein Budget von rund vier Millionen Euro für Maßnahmen für die umweltfreundliche Mobilität in Gemeinden zur Verfügung. Bislang werden 36 Prozent der Wege mit dem Rad, dem öffentlichen Verkehr oder zu Fuß zurückgelegt.

Von Sabrina Luger. Erstellt am 17. Januar 2020 (16:46)
Straßenbaudirektor Josef Decker, Landesrat Ludwig Schleritzko und Landesverkehrsplaner Werner Pracherstorfer stellten neue Mobilitätsmaßnahmen vor.
NLK/Filzwieser

Landesweit werden durch den öffentlichen Verkehr 700.000 Tonnen CO2 eingespart. Ein Wert, der um weitere 30 Prozent gesteigert werden soll. Deshalb soll in Niederösterreich die Mobilitätswende vorangetrieben
werden, so Landesrat Ludwig Schleritzko in einem Gespräch mit Journalisten heute Vormittag.

Hinsichtlich der Buschbrände in Australien und der Schädlingsplage, die die heimische Land- und Forstwirtschaft trifft, sowie weiterer Klimakatastrophen betont Schleritzko: „Uns ist bewusst, dass wir von einem globalen Problem sprechen. Aber wir sind von einem überzeugt: Nur mit dem Finger auf Klima- und Umweltsünder zu zeigen, mag zwar das eigene Gewissen beruhigen. Was aber zählt, sind konkrete Taten.“

Diese konkrete Taten sollen nun in NÖ gesetzt werden. Mit Anrufsammeltaxis und Gemeindebussen will man den Fokus auf den Mikro-Öffentlichen-Verkehr und die bedarfsorientierte Mobilität legen.
Dafür steht ein Budget von über 700.000 Euro an Fördermitteln des Landes zur Verfügung. Gemeindebusse werden vereinsbasiert organisiert und können von Vereinsmitgliedern genutzt werden. Das ermögliche, so Schleritzko, den Umstieg vom Privatauto auf kollektive Fahrgemeinschaften.

Klimafreundliche Mobilitätsmaßnahmen werden vom Land mit über drei Millionen Euro unterstützt. Damit würden Busbahnhöfe und zusätzliche Linienangebote finanziert werden. Auch die Planung und Umsetzung von Radwegen und Straßenbauprojekten soll den Anteil der umweltfreundlichen Mobilität steigern. Niederösterreichs Gemeinden stehen dafür 10 Mobilitätsmanager und 400.000 Euro zur Verfügung, die sie bei der Planung, Umsetzung und Förderung von Mobilitätsmaßnahmen unterstützen.