Konzern spendete 150.000 Masken und 3.000 Schutzanzüge. Bahnlogistik-Riese versorgt Rettungsorganisationen und Krankenhäuser mit Schutz-Ausrüstung. "Diese Spende ist einer Anerkennung der Leistung der vielen Sanitäteter, Notärzte, Mitarbeiter des Pflegedienstes und des gesamten Gesundheits- und Pflegepersonals", betont ASBÖ-Präsident Franz Schnabl.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 20. März 2020 (15:45)
Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl, Manuel Weinberger (Malteser), Botschafter Li Xiaosi, Clemens Martin Auer vom Gesundheitsministerium, Johannes Bucher (Johanniter), Lars Eberhart (Rotes Kreuz), CRRC-Geschäftsführer Qiang Chen und Otto Pendl (ASBÖ).
Anton Feilinger

Schutzausrüstung wird aufgrund von Lieferengpässen in Spitälern zunehmend knapp. Darüber klagen Ärzte und Krankenpersonal im ganzen Land bereits seit Tagen. Ein großer Bahnlogistik-Konzern, CRRC, sorgt nun dafür, dass weitere Ausrüstung zur Verfügung steht: Das Unternehmen spendete 3.000 hochwertige, vollausgestattete Schutzanzüge und 150.000 Masken für die Rettungseinsatzkräfte und die Ärzteschaft. Übergeben wurde die Ausrüstung heute in Wien.

Den Kontakt zur Konzernleitung stellte Landeshauptfrau-Stellvertreter und ASBÖ-Österreich-Präsident Franz Schnabl her. Er freut sich, dass alles geklappt hat: „Die Einsatzteams aller Rettungsorganisationen, das Gesundheits- und das Pflegepersonal arbeiten auf Hochtouren und sind rund um die Uhr im Einsatz für die Bürger. Diese Spende sehe ich in erster Linie als große Anerkennung der außergewöhnlichen Leistung der vielen Sanitäter, Notärzte, Mitarbeiter des Rettungsdienstes und des gesamten Gesundheits- und Pflegepersonals." 

Schutzausrüstung wird auf Organisationen aufgeteilt

Die Schutzanzüge werden selbstverständlich seitens des ASBÖ auf die Einsatzkräfte von Rotem Kreuz, den Johannitern, den Maltesern und den Ärztekammern aus Wien und Niederösterreich für ihr Coronavirus-Engagement aufgeteilt und sollen bestmöglichen Schutz für die Mitarbeiter garantieren, betont SPÖ-Landtagsabgeordneter und ASBÖ-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller. 

Dass diese überall dringend benötigt werden, weiß Christoph Reisner, Präsident der Ärztekammer NÖ: "Lieferengpässe gestalten Bestellungen für Schutzmaßnahmen mitunter sehr schwierig. Umso mehr freut es die Ärztekammer NÖ Schutzanzüge und Masken zur Verfügung gestellt zu bekommen. Sodass ein Zusatzkontingent an die Ärzte in Niederösterreich ausgegeben werden kann." 

"Das Virus kennt keine Grenzen"

Qiang Chen, Geschäftsführer CRRC-ZELC, hebt, den Wert gegenseitiger Hilfe und Unterstützung hervor: "Das Virus kennt keine Grenzen. In solchen Situationen ist die gegenseitige Unterstützung von großer Bedeutung. Die österreichischen Ärzte, das medizinische Personal und die Hilfsorganisationen leisten großartige Arbeit. Wir möchten sie in ihrem Kampf gegen das Virus aktiv unterstützen. Mit dieser Spende möchten wir unsere Solidarität gegenüber Österreich sowie allen Einwohnern des Landes zum Ausdruck bringen." Er zeigt sich optimistisch, dass Österreich die Situation gut überstehen werde: Durch die Umsetzung einer Reihe von Maßnahmen zur Prävention des Virus, sowie durch strikte und präzise Kontrollen, werde es gelingen, die Schwierigkeiten gemeinsam zu überwinden.

CRRC ist der weltgrößte Bahntechnologiekonzern. Die österreichische Tochtergesellschaft die CRRC ZELC Verkehrstechnik GmbH ist das europäische Headquarter des globalen Leaders im Bereich Bahntechnologie und beschäftigt in Wien 40 Mitarbeiter.