Mehr Geld für die Kinderbetreuung. Neues Fördermodell | Mit 1. Juli werden Eltern vom Land mehr unterstützt. Hilfe auch für Tagesmütter.

Erstellt am 10. Juli 2013 (10:00)
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Von Martin Gebhart

Die Reform der Förderungen für die Kinderbetreuung ist mit 1. Juli in Kraft getreten. Sie gelten für Kinder in Tagesbetreuungseinrichtungen, Horten oder bei Tagesmüttern. Ingesamt nimmt das Land dafür 1,2 Millionen Euro zusätzlich in die Hand.

Konkret wurden die Stundensätze für jene Eltern, die Unterstützung brauchen, von 2,10 auf 2,50 Euro erhöht. Auch die Einkommensgrenzen wurden um 20 Prozent angehoben. Dazu kommt noch ein Bonus für Mehrkindfamilien bzw. für Alleinerziehende.

ÖVP-Familienlandesrätin Barbara Schwarz: „Wir haben die neue Förderung der Kinderbetreuung in Niederösterreich transparent, einfach und nachvollziehbar gestaltet, damit durch die erhöhte Nachfrage der Eltern auch mehr Angebot entstehen kann.“ Mit den neuen Förderungen soll die Wahlfreiheit der Eltern gewährleistet sein, so Schwarz.

Dazu wurden auch die Rahmenbedingungen für die Tagesmütter verbessert. Für Kinder unter drei Jahren wird es keine Bedarfsprüfung durch die Gemeinde mehr geben, wodurch es Tageseltern einfacher gemacht wird, Betreuung anzubieten. Außerdem gibt es als Absicherung für Tageseltern ab sofort auch eine Verbesserung der Sozialversicherungsförderung. Schwarz: „Die Unterstützung gilt rückwirkend mit 1. Jänner 2013.“

Im Herbst soll ein weiterer Schritt folgen: ein Modell für planbare Gruppenförderungen für institutionelle Kinderbetreuungseinrichtungen. Damit wird die Förderung von Horten und Tagesbetreuungseinrichtungen auf neue Beine gestellt.