40 Bauvorhaben im nördlichen Niederösterreich. 1,8 Milliarden Euro sollen in den Bahn- und Straßenausbau bis zum Jahr 2035 investiert werden, davon 440 Millionen in das Landesstraßennetz. Vorallem das Waldviertel soll davon profitieren und besser an das restliche Bundesland angebunden werden. Die ersten 13 von 40 Baumaßnahmen sollen bis 2023/24 umgesetzt sein.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. Juni 2021 (14:23)

Bereits im Dezember 2020 hat das Land gemeinsam mit der Bundesregierung das Milliarden-Euro-schwere "Mobilitätspaket nördliches Niederösterreich" präsentiert. Jetzt wurden die Details dazu vorgestellt. „1,8 Milliarden Euro werden in die Verkehrsinfrastruktur investiert, 1,35 Milliarden Euro davon fließen in Bahnprojekte. Es geht etwa um Verbesserungen auf der Franz Josefs-Bahn, die Attraktivierung der Kamptalbahn, die Verbesserung der Nord-West-Bahn und auch der Laaer Ostbahn", erklärt Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Das meiste Geld fließt dabei in wichtige Straßenverkehrsachsen im Waldviertel. Das Land wird 440 Millionen Euro in das Landesstraßennetz investieren. „Wir haben nun gemeinsam mit den Gemeinden einen konkreten Fahrplan gemacht, Maßnahmen erarbeitet und abgestimmt, welche die Erreichbarkeiten deutlich erhöhen, die Lebensqualität deutlich verbessert und die Verkehrssicherheit steigert“, so der Landesrat.

Bereits 13 Baumaßnahmen bis 2023/24

In Summe plant das Land 40 Baumaßnahmen wie Spurzulegungen, Sicherheitsausbauten und Umfahrungsprojekte entlang von sechs Landesstraßen-Achsen. 13 von 40 Maßnahmen wurden mit den betroffenen Gemeinden ausverhandelt. Ein Projekt, das hervorsteche, sei der erste Teil der Umfahrung Großglobnitz-Kleinpoppen mit einem Investitionsvolumen von 60 Millionen Euro, sagt Landesrat Schleritzko. Es wird das aktuell größte Straßenbauprojekt des niederösterreichischen Landesstraßendienstes sein.

„Ich bin überzeugt, dass wir mit diesen Projekten zu mehr Verkehrssicherheit auf Niederösterreichs Straßen beitragen können“, sagt Straßenbaudirektor Josef Decker. Decker stellte die Projekte im Rahmen der Präsentation im Detail (siehe auch NÖ-Grafik) vor.

Geplante Bauvorhaben bis 2023/24

  • B 2 der 2+1-Ausbau im Bereich Wildhäuser,
  • B 4 der 2+1-Ausbau Heldenberg Süd,
  • B 37 der 2+2-Sicherheitsausbau Gneixendorf Nord, 
  • B 37 der 2+1-Ausbau Rastenfeld-Rastenberg, 
  • B 38 die Spurzulegung im Bereich Karlstift Süd, 
  • B 36 der Sicherheitsausbau Vitis – Waidhofen/Th. (Kainraths), 
  • Spurzulegung Vitis – Waidhofen/Th. (Schinterberg), 
  • Spurzulegung Vitis – Waidhofen/Th. (Vitis Nord), 
  • Die Umfahrung Großglobnitz – Kleinpoppen Nord 
  • Abschnittsweise Sicherheitsausbau Pöggstall – Zwettl. 
  • B 41: die Anbindung Dietmanns Ost oder West (Kreisverkehr, Lichtsignalanlage),
  • Spurzulegung Karlstift Nord und Brennerhof West.

Geplante Bauvorhaben bis 2035

  • B 2 Horn-Schrems-Staatsgrenze Ö/CZ mit Umfahrungen Brunn/Wild, Scheideldorf und Stögersbach,
  • 2+1-Ausbau bei Strögen-Frauenhofen, Atzelsdorf, Horn West, Langschwarza und Spurzulegung Stögersbach-Schwarzenau. 
  • Achse B 4 Stockerau – Horn wird mit dem Umbau der Anschlussstelle Stockerau Nord adaptiert, es folgt ein 2+1-Ausbau bei Zissersdorf Ost und West, Niederrußbach II, Heldenberg Nord, Matzelsdorf, Amesldorf, Mold-Horn Ost & Mörtersdorf-Mold. 
  • An der Achse B 37 Krems-Zwettl folgt ein 2+2-Sicherheitsausbau Krems Nord, Adaptierungen im Bereich Rastenfeld Anschluss B 37/B 38 und Spurzulegung Stausee-Friedersbach. 
  • Die Achse B 38 Zwettl-Karlstift-OÖ wird mit der Umfahrung Merzenstein, dem 2+1-Ausbau Gschwendt und dem Sicherheitsausbau Langschlag-Karlstift-Landesgrenze OÖ erweitert. 
  • Auf der Achse B 36 Pöggstall-Zwettl-Waidhofen/Thaya entsteht die Umfahrung Großglobnitz-Kleinpoppen sowie abschnittsweise der Sicherheitsausbau Pöggstall-Zwettl. 
  • Zwischen Schrems und Karlstift auf der B 41 erfolgt ein 2+1-Ausbau Gmünd I und II, Anbindung Dietmanns Ost oder West sowie eine Spurzulegung Alt-Weitra Süd und Rindlberg Ost.