Mödlinger und Schwechater waren Wahl-Muffel. Parteien hoffen auf höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren. Damals sank sie auf 65,8 Prozent. In Mödling oder Schwechat wurde nicht einmal die 50-Prozent-Marke erreicht. Die meisten Menschen machten hingegen in St. Georgen am Reith (Bezirk Amstetten) und Großhofen (Bezirk Gänserndorf) von ihrem Recht Gebrauch.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 24. Januar 2020 (13:21)
Land NÖ, Foto: shutterstock.com/beeboys

Der Wahlkampf geht in den Endspurt. Das Ziel der Parteien und Listen ist es in den letzten Stunden vor der Gemeinderatswahl natürlich, möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, ihr Kreuzerl bei der "richtigen" Partei zu machen. Die Kommunalpolitiker und ihre Unterstützer laufen aber auch, um die rund 1,46 Millionen Wahlberechtigten dazu zu bewegen, überhaupt von ihrem Recht Gebrauch zu machen. 

 "Bei dieser Wahl gibt es eine große Unbekannte, die Wahlbeteiligung", meint etwa ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner. 2015 ist diese auf 65,8 Prozent gesunken. Damit schritten um 5,8 Prozent weniger Niederösterreicher an die Wahlurnen als im Jahr 2010. 

Die größten Wahl-Muffel waren beim letzten Votum die Schwechater und Mödlinger. Dort lag die Wahlbeteiligung bei 48,68 Prozent bzw. 48,94 Prozent. Doch auch positiv sind einige Gemeinden hervorgestochen: In St. Georgen am Reith (Bezirk Amstetten) lag die Wahlbeteiligung bei 94,86 Prozent. Und auch in Großhofen, übrigens die Gemeinde mit den wenigsten Wahlberechtigten, gingen fast alle zum Votum: Die Wahlbeteiligung lag hier 2015 bei 93,18 Prozent. 

"Ich ersuche alle Wahlberechtigen zur Wahl zu gehen. Es geht schließlich um ihre eigene Nachbarschaft", appellierte auch Karl Wilfing, Leiter der Landeshauptwahlbehörde.