Klarstellung zu NÖ Hundehaltegesetz geplant. Nach Kritik an der im Landtag beschlossenen Änderung des NÖ Hundehaltegesetzes plant die ÖVP NÖ eine Klarstellung.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 07. November 2019 (09:45)
Söllner
Der NÖ Landtag

Konkret soll festgehalten werden, dass an Orten wie in Gaststätten oder Schwimmbädern erst ab 150 Personen eine Leinen- und Beißkorbpflicht besteht, bestätigte ein Sprecher am Donnerstag auf Anfrage entsprechende Medienberichte.

Die ÖVP wird den Antrag einbringen, die "authentische Interpretation" soll in der nächsten Landtagssitzung am 21. November beschlossen werden. Bei weniger als 150 Personen soll künftig zwischen Leine und Beißkorb gewählt werden können. Ausnahmen gelten laut Gesetz für sogenannte Handtaschenhunde, die ständig am Arm oder in einem Behältnis getragen werden, sowie für Hunde, für die wegen einer Erkrankung der Atemwege das Tragen eines Maulkorbs nicht zumutbar ist. Listenhunde müssen sowohl Leine als auch Beißkorb tragen, hieß es.

Die Änderung des NÖ Hundehaltegesetzes war am 24. Oktober einstimmig im Landtag beschlossen worden. Kritik kam zuletzt von der Grünen Landespartei, dem Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband NÖ, der Tierschutzorganisation "Animal Spirit" und dem Österreichischen Hundehalterverband. Bemängelt wurde u.a. die Leinen- und Beißkorbpflicht in Gaststätten.

Grüne fordern klare Regeln für Gastronomie

Klare Regeln haben am Donnerstag die Grünen als Reaktion auf die "authentische Interpretation" der ÖVP gefordert. Diese sei uneinsichtig und wolle das Gesetz lediglich interpretieren anstatt zu reparieren. Keinem helfe eine reine Definition nur über die Personenzahl von 150 Menschen, teilte Landessprecherin Helga Krismer mit.

Es gehe vielmehr um die Bewegungsfreiheit von Menschen und Tieren statt einer absoluten Zahl ohne Praxisbezug, hieß es in der Aussendung weiter. Lokalbetreiber müssten "die Autonomie erhalten, ihren Lokalitäten entsprechend selbstständig entscheiden zu können, ob sie jetzt Leine und/oder Beißkorb bei den Hunden ihrer Gäste haben möchten oder nicht", forderte Krismer.

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