Parlament beschließt neue Schranken für Uni-Zugang. Bei Fremdsprachen, Jus und Erziehungswissenschaften werden künftig neue Regelungen erlaubt.

Erstellt am 28. Februar 2018 (08:56)
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Im Nationalrat erfolgt heute, Mittwoch, der Beschluss der künftigen Universitätsfinanzierung. Gleichzeitig wird grünes Licht dafür gegeben, dass in weiteren Uni-Fächern Zugangsbeschränkungen ermöglicht werden. Dabei geht um Jus, Fremdsprachen sowie Erziehungswissenschaft. Basis dafür ist ein Gesetz, das Bildungsminister Heinz Faßmann ausgearbeitet hat.

Mit der Neuregelung geht es verstärkt in die Richtung einer kapazitätsorientierten Studienplatzfinanzierung. Dabei sollen die vorhandenen Uni-Mittel auf eine bestimmte Höchstanzahl von Studierenden aufgeteilt werden, um zu verhindern, dass viele das Studium abbrechen und eine möglichst gute Betreuung durch Professoren zu gewährleisten.

3,69 Milliarden Euro pro Jahr für die Universitätsfinanzierung

Schon bisher gab es in Massenfächern Zugangsbeschränkungen. Das gilt für Medizin, Publizistik, Psychologie, Informatik, aber auch Architektur, Biologie und Pharmazie. Diese bleiben aufrecht, in manchen Fächern sind aber kleinere Modifikationen vorgesehen. Mit dem neuen Gesetz wird das nun ausgeweitet, die Universitäten erhalten die Erlaubnis dazu.

Die Finanzierung für die Unis gilt für die Jahre 2019 bis 2021. Dafür stehen jeweils 3,69 Milliarden Euro pro Jahr an Mitteln zur Verfügung. Die Aufteilung des Geldes aus diesem Globalbudget für die Universitäten erfolgt nach bestimmten Kriterien, die für eine möglichst transparente und nachvollziehbare Regelung sorgen sollen und auch zur Steuerung des Studentenandrangs sorgen sollen.