FLÖ-Kandidatenliste präsentiert. Barbara Rosenkranz tritt in Niederösterreich als Spitzenkandidatin für die Freie Liste Österreich an. Auf Platz zwei und drei folgen der Softwareentwickler Thomas Zeimke und der Statistiker Christian Donninger.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 14. August 2017 (11:40)
APA/EXPA/ JFK
Barbara Rosenkranz

Einige blaue Überläufer sind es, die Barbara Rosenkranz, NÖ-Spitzenkandidatin der Freien Liste Österreich (FLÖ), Montagvormittag vor Journalisten auf ihrer 29-köpfigen Landesliste für die Nationalratswahl am 15. Oktober präsentierte. Die Spitzenkandidatin selbst hat ja in der Vorwoche ihren Austritt aus der FPÖ bekanntgeben. Sie führt die Landesliste der FLÖ in Niederösterreich an.

Auf Platz zwei der FLÖ-Landesliste befindet sich Thomas Zeimke. Dieser war seit 2001 Parteimitglied der FPÖ war und jetzt seinen Austritt bekannt gegeben hat, will sich thematisch den Arbeitnehmerangelegenheiten annehmen. Bisher war der St. Andrä-Wörderner unter anderem als FP-Ortsparteiobmann und Bezirksparteiobmann in Tulln, geschäftsführender Landesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer und Kammerrat in der Arbeiterkammer tätig.

Wahlziel: Einzug ins Parlament

Auf Platz drei der FLÖ-Landesliste steht der Statistiker Christian Donninger. Donninger ist gebürtiger Oberösterreicher und wohnt aktuell im Waldviertel. Donninger war für eine freiheitliche Bürgerliste zwischen 2005 und 2015 im Gemeinderat von Altmelon (Bezirk Zwettl) tätig. Er wurde 2013 nach einer Rede am Landesparteitag aus der FPÖ ausgeschlossen und will als „wissenschaftlicher Berater“ die FLÖ unterstützten.

Auf den Plätzen vier und fünf der Landesliste folgen Sonja Haberhauer aus Baden, die Gemeinderätin für die FPÖ war, sowie Johann Ertl aus Schwechat. Letzterer war zwischen 2009 und 2013 FP-Mitglied des Bundesrates.

Das Ziel für die Wahl am 15. Oktober ist für die Freie Liste Österreich „der Einzug ins Parlament“, so Rosenkranz. Wie hoch sie das Wählerpotenzial für Niederösterreich einschätzt, darauf wollte sich Rosenkranz nicht festlegen.

Rosenkranz sei überzeugt, dass es „eine Alternative zu den etablierten Parteien braucht“. Sie will sich vor allem dadurch von anderen abheben, indem sie zeigt, dass „wir es ernst nehmen“.