NEOS wollen "selbstbestimmte Pflege". Die NEOS treten im Wahlkampf für eine "selbstbestimmte Pflege" ein. Dazu zählen mehr Prävention, einheitliche Qualitätsstandards und der Ausbau mobiler Dienste. Pflegebedürftige sollten "möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben", sagte Spitzenkandidat Matthias Strolz am Dienstag. Dazu beitragen soll auch eine Kostenbeteiligung für Heimaufenthalte.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 26. September 2017 (11:59)
APA (Archiv)
NEOS für Kostenbeteiligung für Heimaufenthalte

Die Struktur des österreichischen Pflegesystems weise einige Schwächen auf, finden die NEOS. Strukturen gehörten vereinfacht, der Begriff "Pflegebedarf" neu definiert. Als Vorbild dient Strolz dabei abermals Skandinavien, konkret Dänemark, wo es für jeden Bürger ab dem 70. Lebensjahr präventive Hausbesuche zur Abschätzung des Betreuungsbedarfs gibt. Listenzweite Irmgard Griss verwies auch auf "Bewegungszentren", die unter tags besucht werden können.

"Staat und Bund müssen die Rahmenbedingungen schaffen", findet Griss, "organisiert muss die Pflege auf Gemeindeebene werden". Für NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker werden in der Diskussion auch die Pflegekräfte zu wenig beachtet. Er will durch ein einheitliches Modell für alle Kräfte die Berufsgruppe aufwerten und deren Kompetenzen weiter entwickeln. So gehörten diese auch in die Primärversorgung eingebunden, findet Loacker.

Stationäre Einrichtungen entlasten wollen die NEOS durch eine Kostenbeteiligung, die von den Pflegebedürftigen selbst zu entrichten ist. Das Vermögen von Kindern und Partnern solle nicht herangezogen werden. Zwar bezeichnete Loacker die Abschaffung des Regresses durch die Regierung als Startschuss, mit der Kostenbeteiligung müsse man aber bei der Finanzierung entgegenwirken.