ÖVP betont Familienthemen. Geht es nach VP-NÖ-Spitzenkandidat Wolfgang Sobotka wird die Ausbildung eines der Themen der kommende Jahre sein. Wie auch der Eltern-Kind-Pass, Kinderbetreuung und viele weitere Themen rund um die Familie.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 20. September 2019 (14:27)
NÖN
Familien standen im Mittelpunkt eines Gesprächs mit NÖ-Spitzenkandidat und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und Familienlandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister in Krems.

„Die Familien sind für uns in der Volkspartei Eckpfeiler der Gesellschaft“, so VP-NÖ-Spitzenkandidat und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka. Familienpolitik werde sehr ernst genommen. Das sehe man etwa am Familienbonus oder der Indexierung der Familienbeihilfe, also die Anpassung der Beihilfe bei Kindern, die in einem anderen EU-Land leben, an das jeweilige Land. Dadurch würden rund 100 Millionen Euro weniger ins Ausland überwiesen werden.

Thema ist aber auch die Erweiterung des Mutter-Kind-Passes zum Eltern-Kind-Pass, der in ELGA integriert und länger andauern soll. Er könnte auch verpflichtende Gespräche zu Lebensstil-Erkrankungen beinhalten. Um alle Eltern zu erreichen. Da mit bisherigen Maßnahmen eher jene Menschen erreicht werden, die sich ohnehin für eine gesunde Lebensweise interessieren.

Familien unterstützen würde ein automatisches Pensionssplitting bei gemeinsamen Kindern bis zum zehnten Lebensjahr mit Opt-out-Möglichkeit.

Was die Bildung betrifft, wäre beim Übergang vom Kindergarten zur Schule mit der Übergabe des Portfolios schon viel geschehen. Zwischen Volksschule und Neuer Mittelschule brauche es noch Schnittstellen. Sinnvoll wäre auch ein leichterer Zugang zur Lehre nach der Matura. Sowie viele weitere Maßnahmen.

Familien von Jung bis Älter

Zur Kinderbetreuung ergänzt VP-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, dass seit Start des blaugelben Familienpakets vor einem Jahr schon wirklich viel geschehen ist. Insgesamt 100 neue Kleinstkindergruppen sollen entstehen, bereits 80 davon sind in konkreter Umsetzung. „Wir sind auf Rekordkurs“, betont sie. So habe man etwa erstmals die 400er-Marke bei den Kleinkindbetreuungsgruppen erreicht – das sind rund 6.000 Betreuungsplätze.

Zum Schutz der Jugend wurde ein Gütesiegel entwickelt, das an jene Gemeinden und Veranstalter geht, die ein Fest veranstalten und sich davor von der Jugendinfo über Jugendschutz beraten lassen.

Da nicht nur Kinder und Jugendliche zu einer Familie gehören, sondern auch Senioren, sind auch sie ein Thema. Insbesondere die Frage, wie man auf die steigende Zahl an Menschen, die Pflege und Betreuung brauchen, reagieren kann. Wie viel Plätze und wie viel Unterstützung gebraucht wird, dazu kommt etwa der Altersalmanach zum Einsatz. Und damit es mehr Pflegekräfte werden, ist in Gaming erstmals im Rahmen einer Schule die Ausbildung zum Pflegefachassistenten mit Matura geplant.